Russland missachtet Pressefreiheit

Wegen russischem Verbot: Verbund setzt Mitgliedschaft von russischer Nachrichtenagentur aus

Russland hatte seinen Medien zuvor in der Berichterstattung über den Krieg gegen die Ukraine Begriffe wie „Angriff“, „Invasion“ und „Kriegserklärung“ verboten.

Der europäische Nachrichtenagenturen-Verbund EANA setzt die Mitgliedschaft der russischen Staatsagentur Tass wegen der jüngsten russischen Medienregulierung aus. Das teilte die European Alliance of News Agencies (EANA) am Sonntag in der Schweiz mit.

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Die russische Regulierung schränke die Medienfreiheit stark ein. Der EANA-Vorstand sei der Ansicht, dass Tass gegen die Statuten und das Leitbild des Verbundes verstoße, weil die Agentur nicht mehr in der Lage sei, unvoreingenommene Nachrichten zu verbreiten.

+++ Alle Entwicklungen zum russischen Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Davor war bekanntgeworden, dass Russland seinen Medien in der Berichterstattung über den Krieg gegen die Ukraine Begriffe wie „Angriff“, „Invasion“ und „Kriegserklärung“ verbieten will. Diese müssten gelöscht werden, hatte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor in Moskau am Samstag mitgeteilt.

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Russland bezeichnet die Invasion in die Ukraine offiziell als „Militäroperation“ und spricht von einer „Friedensmission“ in den Separatistengebieten in der Ostukraine.

Die vorläufige Suspendierung der russischen Staatsagentur durch den EANA-Vorstand gilt ab sofort – bis eine Generalversammlung satzungsgemäß entscheidet, ob Tass aus der Allianz ausgeschlossen werden soll, wie es weiter hieß.

Zu der Allianz der Nachrichtenagenturen zählen zahlreiche Partner in mehreren europäischen Ländern, darunter auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die Allianz vertritt die Interessen der Agenturen und ist ein Forum für Kooperation.

RND/dpa

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