Politisches Tatmotiv vermutet

Demonstrations-Camp in Berlin angegriffen und angezündet

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei.

In Berlin musste die Polizei zu einem Angriff auf ein Demonstrations-Camp anrücken. (Symbolbild)

Berlin. Ein Demonstrations-Camp eines „Friedenskollektivs“ in Berlin-Mitte ist angegriffen, beschädigt und zum Teil angezündet worden. Am Montagabend gegen 21.50 Uhr näherte sich laut Zeugenaussagen eine Gruppe von etwa zehn Menschen dem sogenannten „Friedenscamp“ am Lustgarten nahe dem Berliner Dom, zerschnitt Zelte und beschmierte Plakate mit Farbe. Das teilte die Polizei am Dienstag mit.

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Angezündetetes Demo-Camp in Berlin: keine Verletzten

Die Angreifer zündeten ein Zelt, das als Materiallager diente, an. Eine 59-jährige Bewohnerin des Camps bemerkte die Flammen und löschte zwei brennende Fackeln, die an dem Zelt lagen, wie die Polizei mitteilte. Vermutlich handelte es sich um sogenanntes bengalisches Feuer. Das Zelt wurde durch das Feuer stark beschädigt. Die Frau und zwei Männer, die sich Zelten aufhielten, blieben unverletzt.

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Die Polizei geht von einem politisch motivierten Angriff auf die dauerhaft angemeldete Demonstration der Zeltbewohner aus. Ob die Täter wie bei früheren Aktionen aus dem linksextremistischen Spektrum kamen, ist unklar. Mehrfach gab es in den vergangenen Jahren „Friedenscamps“ in Berlin, vor allem von Gegnern der Corona-Politik und zuletzt auch von Gegnern der militärischen Unterstützung der Ukraine gegen den Angriff Russlands.

RND/dpa

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