Weiterer Beamter verletzt

Terrorverdacht: Polizist nach Messerangriff in Brüssel gestorben

Polizisten am Tatort in Brüssel.

Polizisten am Tatort in Brüssel.

Brüssel. Ein Polizist ist nach einem Angriff in Belgiens Hauptstadt Brüssel gestorben. Ein weiterer Polizist wurde bei dem Angriff mit einem Messer verletzt, wie die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend bestätigte. Wie die Nachrichtenagentur Belga meldete, hätten mehrere Medien zudem berichtet, dass der Angreifer „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen haben soll. Mittlerweile bestätigte das die belgische Staatsanwaltschaft und gab auf einer Pressekonferenz am Freitagvormittag weitere Informationen.

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Der mutmaßliche Polizistenmörder stand auf einer Behördenliste Terrorverdächtiger. Der vorbestrafte Mann sei in einem Verzeichnis potenzieller Terroristen aufgeführt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van Der Sypt, am Freitag. Der Verdächtige sei am Donnerstagmorgen in eine Polizeistation gekommen und habe seinen Hass auf die Polizei bekundet. Die Beamten hätten ihn aber nicht festnehmen können.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Sarah Durant, teilte mit, der Verdächtige habe in der Polizeistation freiwillig um psychologische Hilfe geben. Er sei deshalb nicht festgenommen, sondern in ein Krankenhaus geschickt worden. Dieses habe er kurz darauf wieder verlassen.

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Am Abend ging der Mann dann mit einem Messer auf zwei Polizisten los. Die Beamten kamen ins Krankenhaus, einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen. Van Der Sypt sagte, der Angreifer habe bei der Tat „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen. Er wurde laut Polizei niedergeschossen. Zu seinem Gesundheitszustand hieß es am Freitag lediglich, er liege nicht vernehmungsfähig im Krankenhaus. Laut Van Der Sypt wurde der Mann 1990 in Belgien geboren und saß von 2013 bis 2019 wegen Verstößen gegen allgemeine Gesetze im Gefängnis.

Entsetzen in belgischer Politik

„Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des verstorbenen Beamten“, schrieb Belgiens Premier Alexander De Croo am Abend auf Twitter. Er hoffe, es gehe dem ins Krankenhaus eingelieferten Beamten gut.

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Innenministerin Annelies Verlinden sprach von einer „schrecklichen Tragödie“.

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Dschihadisten und Salafisten benutzen den arabischen Ausdruck „Allahu Akbar“ oft als eine Art Schlachtruf. Eigentlich handelt es sich aber um eine zentrale religiöse Formel des Islams, die seit Jahrhunderten von Muslimen weltweit benutzt wird.

RND/dpa/AP/seb

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