6,8 auf Richterskala

Starkes Erdbeben erschüttert Südwestchina - Dutzende Tote

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Montag die südwestchinesische Provinz Sichuan erschüttert. Mindestens 13 Menschen starben.

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Montag die südwestchinesische Provinz Sichuan erschüttert. Mindestens 13 Menschen starben.

Peking. Nach einem heftigen Erdbeben im Südwesten Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 65 gestiegen. Mindestens 16 Menschen würden vermisst, meldeten die Staatsmedien am Dienstag. Am Vortag hatte ein Erdstoß der Stärke 6,8 in der Provinz Sichuan Erdrutsche ausgelöst, Häuser beschädigt und Stromleitungen gekappt. Laut dem Katastrophenschutzministerium war auch eine Schnellstraße blockiert. Die Suche nach 16 Verschütteten dauerte in der Nacht an.

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„Jeder hatte Angst“, sagte eine Hotelangestellte in Luding am Telefon der Deutschen Presse-Agentur. Aus Angst waren die Menschen in der Kreisstadt aus den Häusern auf die Straßen gelaufen. Viele harrten im Freien aus und trauten sich aus Angst vor Nachbeben zunächst nicht zurück in die Gebäude. „Früher waren Erdbeben nicht so heftig.“ In der Stadt seien die Erdstöße nicht einmal so stark gewesen. „Aber auf dem Lande war es schlimmer“, sagte die Frau.

Mindestens sieben Tote nach schwerem Erdbeben in China

Die Erschütterungen waren in Chengdu, wo rund 21 Millionen Menschen leben, und in den mehrere hundert Kilometer entfernten Städten Xian und Changsha zu spüren.

In Orten wie Moxi und Yanzigou in dem Landkreis wurden nach Angaben von Staatsmedien Kommunikationsverbindungen unterbrochen. In Videos war zu sehen, wie an Berghängen die Erde ins Rutschen kam. Große Felsbrocken lagen auf den Straßen. „Das Erdbeben war ziemlich heftig“, berichtete die Mitarbeiterin eines anderen Hotels in Luding. Häuser seien dort aber nicht beschädigt worden. „Erdbeben gibt es hier häufig.“ In Videos in chinesischen sozialen Medien war zu sehen, wie Regale so stark schwankten, dass die Sachen herausfielen.

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Flache Erdbeben besonders zerstörerisch

Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,6 an und teilte mit, der Erdbebenherd habe in nur zehn Kilometern Tiefe gelegen. Derart flache Erdbeben können besonders schwere Schäden verursachen, weil ihre Zerstörungskraft auf dem Weg an die Erdoberfläche nur wenig gemindert wird. Besonders betroffen war eine bergige Gegend im Bezirk Luding.

Sogar in der mehr als 500 Kilometer entfernten Millionenmetropole Chongqing waren die Erdstöße deutlich zu spüren. „Ich dachte zuerst, ich falle in Ohnmacht“, berichtete eine Frau, die im 10. Stock eines Hochhauses wohnt. Kurz danach sei aber alles vorbei gewesen. Im Erdbebengebiet wurden Hunderte Einsatzkräfte mobilisiert, wie staatliche Medien berichteten.

Erdbeben vor 14 Jahren tötete mehr als 80.000 Menschen

In der Provinz Sichuan liegt am Rand des Hochlands von Tibet und wird häufig von Erdbeben erschüttert. Im Juni wurden dort bei zwei Erdstößen mindestens vier Menschen getötet. Auch das schlimmste Erdbeben der vergangenen Jahre in China traf Sichuan. Es hatte 2008 eine Stärke von 7,9 und töteten mehr als 80.000 Menschen.

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Sichuan leidet nach einer Hitzewelle zudem unter Dürre. Wasser und Strom sind knapp, weil die Pegelstände der Wasserkraftwerke in der Provinz stark gesunken sind.

RND/dpa/AP

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