Demonstration für LGBTQ-Community

Christopher-Street-Day in Köln: 1,2 Millionen Menschen bei Regenbogenparade

Teilnehmer einer Parade zum Christopher Street Day (CSD) ziehen durch die Stadt.

Köln. Bunt, laut und fröhlich: Mehr als eine Million Menschen haben am Sonntag den Christopher-Street-Day in Köln gefeiert und für Toleranz und Vielfalt demonstriert. An der Parade durch die Innenstadt beteiligten sich rund 180 Fußgruppen und Musikwagen - so viele wie noch nie. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 1,2 Millionen Besucher, die Polizei sprach von mindestens einer Million. Besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben.

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Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sagte zur Eröffnung, mit der Parade setze Köln „ein starkes Zeichen für Vielfalt, für Toleranz, gegen Hass und gegen Ausgrenzung“. Vorfälle wie jüngst in Oslo zeigten, dass es leider weiter nötig sei, solche Zeichen zu setzen. In Oslo hatte am vergangenen Wochenende ein Angreifer rund um eine beliebte Schwulen-Bar zwei Menschen erschossen und 21 verletzt.

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Queer-Beauftragter: Wir lassen uns diese Freiheit niemals nehmen“

Auch weitere Politikerinnen und Politiker haben am Sonntag zum CSD-Start Homophobie und Gewalt verurteilt. „Überall auf der Welt, und leider auch in Deutschland, sind Extremisten am Werk, die uns unsere Freiheit nicht gönnen wollen“, sagte der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne). „Das starke Signal aus Köln ist: Wir lassen uns diese Freiheit niemals nehmen“, so der Kölner Bundestagsabgeordnete.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) betonte, der CSD sei ein Tag der Menschenrechte und der Demokratie. Deshalb sei es auch und gerade vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs richtig, den CSD zu feiern. Die Veranstaltung solle Solidarität mit der queeren Community in der Ukraine zeigen, ebenso wie mit der in Oslo und in Istanbul.

Kölner CSD eine der größten Veranstaltungen der LGBTIQ-Community

Auch in Deutschland seien queere Menschen oft Opfer von Hass und Gewalt, sagte Jens Pielhau, Vorstand des Vereins Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST), der den CSD veranstaltet. Der Druck durch homo- und transfeindliche Gruppierungen nehme zu. „Dagegen wollen wir friedlich und frei demonstrieren, und dabei feiern und zeigen, dass wir viele sind.“

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Der Kölner CSD ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ) Community in Europa. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Veranstaltung in den vergangenen beiden Jahren nur in deutlich kleinerer Form stattgefunden.

RND/dpa

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