Auswirkungen des Kriegs

Auch Fisch wird teurer – und manche Sorten womöglich bald knapp

Ein Fischer fährt mit vollen Netzen mit Hering über den Greifswalder-Bodden.

Ein Fischer fährt mit vollen Netzen mit Heringen über den Greifswalder Bodden.

Zahlreiche Fischprodukte sind – wie viele andere Lebensmittel – bereits deutlich teurer geworden. Nach Angaben des Chefs des Thünen-Instituts für Ostseefischerei, Christopher Zimmermann, betrifft das vor allem den Alaska-Seelachs. Über 70 Prozent dieser Fischart, laut des Experten die drittwichtigste auf dem deutschen Markt, komme aus russischen Fischereien, sagte Zimmermann der „Ostsee Zeitung“ (OZ). „Ob sie nun knapper wird, hängt maßgeblich von den weiteren Sanktionen gegen Russland ab.“ Bislang sei Weißfisch in der EU noch ausgenommen.

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Wie ein Großhändler, der zahlreiche Restaurants und Einzelhändler in Mecklenburg-Vorpommern beliefert, der „OZ“ berichtet, bekommt er die Preiserhöhung bereits zu spüren. Die Ware werde außerdem bereits knapp. Seine Händler und Händlerinnen würden beginnen, neue Quellen zu erschließen. Aber auch beim norwegischen Zuchtlachs habe sich der Preis verdoppelt. Hier sind die gestiegenen Transport- und Futterkosten ausschlaggebend. „Er kostet inzwischen so viel wie schottischer Biolachs“, so der Händler. Er prognostiziert: „Gerade zu Ostern werden die Preise durch die Decke gehen.“ Das gelte sowohl für Frischware als auch für Tiefkühlkost.

Auch heimischer Fisch wird teurer

Die Marke Müritzfischer der Fischerei Müritz-Plau GmbH ist nach eigenen Angaben der größte Binnenfischereibetrieb Deutschlands, verkauft aber auch Seefisch. Geschäftsführer Jens-Peter Schaffran sieht die Versorgung seines Unternehmens gesichert, verweist aber ebenfalls auf den Preisanstieg: „Wir haben noch alles da, einige Sorten sind aber zu bis zu 40 Prozent teurer geworden“, sagt er.

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Laut Maria Georgiadou von der Sassnitzer Kutterfisch-Manufaktur auf Rügen sind auch die Preise für heimischen Fisch gestiegen. Ostseefischereiexperte Zimmermann nennt dafür einen Grund: „Hier ist es nicht die Verfügbarkeit von Fischfilets, sondern vor allem der extrem gestiegene Treibstoffpreis.“

RND/lau

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