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22 Jahre Haft

Mord an George Floyd: Derek Chauvin legt Berufung gegen Verurteilung ein

Der ehemalige Polizist Derek Chauvin sitzt im Gerichtssaal vor der Verkündung des Strafmaßes im Prozess.

Minneapolis. Der ehemalige US-Polizist Derek Chauvin hat Berufung gegen seine Verurteilung wegen des Todes des Schwarzen George Floyd eingelegt. Chauvin forderte das Berufungsgericht im US-Staat Minnesota auf, seine Verurteilung aufzuheben und seinen Fall neu zu verhandeln. Die Geschworenen seien durch die Proteste nach dem Tod Floyds eingeschüchtert worden und wegen der Berichterstattung vor dem Prozess voreingenommen gewesen, führte er zur Begründung an.

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Chauvin wurde im vergangenen Juni zu mehr als 22 Jahren Haft verurteilt. Er hatte im Mai 2020 bei einer versuchten Festnahme mehr als neun Minuten auf Floyds Hals gekniet und ihn damit getötet. Der Fall löste weltweit Empörung aus, es kam zu teils gewaltsamen Protesten. Die Berichterstattung darüber habe Chauvin dämonisiert und Floyd verherrlicht, so dass die Geschworenen voreingenommen gewesen sein, erklärte der Anwalt des Verurteilten, William Mohrman.

Mohrman erklärte, mehrere potenzielle Geschworene hätten Bedenken geäußert, dass sie im Falle eines Freispruchs von Chauvin um ihre persönliche Sicherheit fürchten müssten. Sie hätten sich auch durch die Sicherheitsmaßnahmen eingeschüchtert geführt, die im Gerichtsgebäude eingeführt wurden, um die Prozessbeteiligten vor Demonstranten zu schützen. Er verwies auf weitere mutmaßliche Fehler der Staatsanwaltschaft. Diese hat nun 45 Tage Zeit für eine Erwiderung.

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RND/AP

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