Ermittlungen eingeleitet

Getötete Polizeikräfte in Kusel: Polizei untersucht über 1700 Hinweise auf Internethetze

Hass und Hetze im Internet sind auch in Sachsen keine unbekannten Phänomene: Das Landeskriminalamt ermittelt seit Jahresbeginn aber in deutlich weniger Fällen als noch im selben Zeitraum 2021.

Die Polizei untersucht im Fall der getöteten Polizeikräfte in Kusel Hinweise auf Hass und Hetze im Internet (Symbolbild).

Mainz. Gut sieben Monate nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten in der Pfalz hat eine Ermittlungsgruppe mehr als 1700 Hinweise auf Hass und Hetze im Internet im Zusammenhang mit der Tat bearbeitet. Nach erster Prüfung seien 767 Hasskommentare an die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz weitergegeben worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz auf dpa-Anfrage in Mainz mit. In 539 Fällen sei eine Strafbarkeit bejaht und Ermittlungen aufgenommen worden. Zusätzlich gebe es auch Ermittlungen gegen „Liker“ von Hasskommentaren, teilte das LKA mit.

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Schüsse auf Polizeikräfte in Kusel

Ende Januar waren eine Polizeianwärterin (24) und ein Polizeikommissar (29) bei einer Fahrzeugkontrolle bei Kusel (Pfalz) erschossen worden. Derzeit läuft am Landgericht Kaiserslautern der Prozess gegen einen 39-Jährigen, der die beiden Beamten ermordet haben soll, um Jagdwilderei zu verdecken. Einem Komplizen (33) wird versuchte Strafvereitelung vorgeworfen. Er soll beim Spurenverwischen geholfen haben. Die Gewalttat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

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Nach Angaben eines LKA-Sprechers wird derzeit gegen 412 Verfasser von Hasskommentaren ermittelt, die teilweise mehrere Hasskommentare gepostet haben sollen. 271 von ihnen seien identifiziert. Der Großteil der Taten erfülle den Straftatbestand der Belohnung und Billigung von Straftaten oder der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Die Posts seien auf Webseiten, in Social-Media-Plattformen oder auch in Chatgruppen verbreitet worden.

RND/dpa

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