Versuchter Mord

Prozess um Giftanschlag an TU Darmstadt: Angeklagte gesteht vor Gericht

Justizbeamte warten zu Beginn eines Sicherungsverfahrens gegen eine Frau wegen eines Giftanschlags auf Angehörige der Technischen Universität (TU) Darmstadt im Gerichtssaal des Landgerichts auf die Angeklagte.

Justizbeamte warten zu Beginn eines Sicherungsverfahrens gegen eine Frau wegen eines Giftanschlags auf Angehörige der Technischen Universität (TU) Darmstadt im Gerichtssaal des Landgerichts auf die Angeklagte.

Darmstadt. Die Beschuldigte im Prozess um den Giftanschlag auf Angehörige der Technischen Universität Darmstadt (TU) hat ein Geständnis abgelegt. In einer Erklärung, die ihr Verteidiger Björn Seelbach am Dienstag im Landgericht Darmstadt verlas, schilderte die 33 Jahre alte, ehemalige Studentin aus Mainz, dass sie 2020 und 2021 Stimmen gehört habe. Sie habe sich verfolgt gefühlt, auch von Angehörigen ihres Fachbereichs Materialwissenschaften der TU.

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Angeklagte wollte „Lektion erteilen“

Sie habe den Menschen, von denen sie sich verfolgt und ausspioniert fühlte, „eine Lektion erteilen“ wollen, las der Verteidiger aus der Erklärung vor. „Da entschloss sie sich, Gefahrstoffe in den Kaffeeküchen zu verteilen“, so der Rechtsanwalt. Seine Mandantin habe aber auf keinen Fall jemanden dauerhaft schädigen oder gar töten wollen.

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Giftanschlag an TU Darmstadt: Prozess wird am 6. Dezember fortgesetzt

Bei der Tat am 23. August 2021 waren sieben TU-Angehörige vergiftet worden, einer davon war kurzzeitig in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft hat die Giftattacke als versuchten Mord angeklagt. Bei der Deutschen hatten Ärzte schon vor dem Prozess eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Im laufenden Schwurgerichtsverfahren geht es daher auch darum, dass die Frau für eine mehrjährige Therapie in einer geschlossenen Fachklinik für Psychiatrie untergebracht wird. Der Prozess wird am 6. Dezember fortgesetzt.

RND/dpa

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