Aktion der Gruppe „Letzte Generation“

Klimaaktivisten blockieren Straßen in Berlin – Rettungskräfte müssen über Gehweg ausweichen

Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ haben sich auf einer Fahrbahn festgeklebt (Archivbild).

Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ haben sich auf einer Fahrbahn festgeklebt (Archivbild).

Auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz in Berlin ist am Freitagmorgen ein Stroke-Einsatz-Mobil (Stemo) der Berliner Feuerwehr, ein Spezialwagen für Schlaganfälle, behindert worden. Grund dafür war ein Stau, der durch eine Blockadeaktion von Klimaaktivisten der Gruppierung „Letzte Generation“ im Stadtteil Friedrichshain ausgelöst wurde. Die Polizei musste die Blockade auflösen. Verschiedene Medien hatten darüber berichtet.

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Aufgrund der blockierten Fahrtwege hatte das Einsatzfahrzeug auf den Geh- und Grünstreifen neben der Fahrbahn ausweichen müssen, um die Blockade zu umfahren. Nach rund 250 Metern konnte das Stemo dann seine Fahrt auf der Straße fortsetzen.

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Im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ bezog Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stellung zu der Behinderung des Rettungseinsatzes: „Es ist unglaublich, wie grob fahrlässig die Klebenden mit der Gesundheit anderer Menschen umgehen. Bei Schlaganfällen zählt wirklich jede Sekunde und dank der Stemos können lebenswichtige Maßnahmen ohne Zeitverlust eingeleitet werden.“ Wer mutwillig Staus verursache und gar nicht gewährleisten könne, dass die Bildung von Rettungsgassen möglich sei, spiele mit Menschenleben, so Jendro weiter. Darüber hinaus sei es nicht ungefährlich, mit einem Zwölftonner auf den Gehweg „fahren zu müssen, um durchzukommen“.

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230 Polizisten im Einsatz, um Blockade aufzulösen

Bereits am Donnerstag hatte Carla Hinrichs, Sprecherin der Protestbewegung, via Twitter eine „Letzte Generation“-Protestaktion mit Straßenblockaden via Twitter angekündigt: „Mir fällt es nicht leicht, den Verkehr aufzuhalten. Die Nacht davor Aufregung und Sorge: Was, wenn morgen mal ein Autofahrer durchdreht? Wie wird die Polizei drauf sein? Ich werde trotzdem morgen aufstehen & mit rasendem Herzen auf die Straße gehen.“

Berichten zufolge war die Polizei mit insgesamt 230 Kräften im Einsatz, um die Blockaden aufzulösen. Auch die Bundespolizei soll im Einsatz gewesen sein. Unterstützt wurden die Demonstrierenden von einem Orchester, das ebenfalls eine Straße am Frankfurter Tor blockierte und dabei klassische Musik spielte.

Die „Letzte Generation“ fordert ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Klimawandel und war zuletzt unter anderem durch Straßenblockaden in die Kritik geraten, bei denen sich die Aktivisten an der Straße festgeklebt hatten. Am 31. Oktober war eine Radfahrerin in Berlin von einem Betonmischer überrollt worden und später gestorben. Weil das Spezialfahrzeug der Feuerwehr im Stau nach einem Klimaprotest steckte, war die Gruppe „Letzte Generation“ scharf kritisiert worden.

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RND/liz

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