Auf russischer Halbinsel Kamtschatka

Fünf Bergsteiger beim Erklimmen des höchsten Vulkans Eurasiens gestorben

Der Vulkan Kljutschewskaja Sopka auf der Halbinsel Kamtschatka.

Der Vulkan Kljutschewskaja Sopka auf der Halbinsel Kamtschatka.

In Russland sind fünf Bergsteiger bei dem Versuch ums Leben gekommen, den höchsten aktiven Vulkan Eurasiens zu erklimmen. Rettungskräfte versuchten, zwei weitere verletzte Bergsteiger vom Kljutschewskaja Sopka auf der Halbinsel Kamtschatka zu holen, wie russische Medien am Samstag berichteten.

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Das Unglück habe sich etwa 500 Meter unterhalb des Gipfels ereignet, hieß es in den Medienberichten, die sich auf die Staatsanwaltschaft in der Region Kamtschatka beriefen. Alle Mitglieder der Klettergruppe seien russische Staatsbürger. Details zum Geschehen wurden nicht genannt. Der Kljutschewskaja Sopka im äußersten Nordosten Russlands ist 4750 Meter hoch. Das Gebiet zählt zum Pazifischen Feuerring.

Bergsteigen: Ein tödlicher Sport

Bergsteigen in großen Höhen ist und bleibt ein Extremsport, der für die Alpinisten mitunter tödlich enden kann. Die 14 höchsten Gipfel der Welt, alle mehr als 8000 Meter hoch, liegen nah beieinander in den Bergketten des Himalaya- und Karakorum-Gebirges. Zwar ist die Besteigung der Achttausender mit dem heutigen Equipment nicht mehr so schwierig wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, nichtsdestotrotz sind Todesfälle auch heute keine Seltenheit.

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ARCHIV - 18.09.2019, Nordrhein-Westfalen, Oberhausen: Bergsteiger Reinhold Messner beantwortet die Fragen eines Journalisten Vor 40 Jahren setzte Messner am Mount Everest einen Meilenstein im Alpinismus, in dem er den höchsten Berg der Welt im Alleingang und ohne Atemgerät bestieg. Foto: Roland Weihrauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Messner will bei “Final Expedition” sein Verständnis vom Bergsteigen weitergeben

Der ehemalige Extremsportler Rheinhold Messner ist für seine Meilensteine beim Bergsteigen bekannt. Nun will er mit 75 Jahren sein Verständnis vom Bergsteigen weiter reichen: Mit einer "Final Expedition" rund um die Welt. Messner hatte sich stets gegen eine massive Erschließung der Berge ausgesprochen.

Annapurna ist der gefährlichste Berg der Welt

Laut Daten der Himalayan Database ist der 8091 Meter hohe Hauptgipfel des Annapurna-Massivs der gefährlichste aller Berge. Seit 1900 gab es bei schätzungsweise 244 Expeditionen 72 Todesfälle – das heißt bei fast jeder dritten Bergbesteigung kam ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin nicht zurück.

Ähnlich häufig ist der Weg auf die Spitze des 8586 Meter hohen Kangchenjunga ohne Wiederkehr (29,1 Prozent). Ein unter Bergsteigern wegen seiner steilen Passagen und häufiger Lawinen als besonders gefährlich eingestufter Berg ist zudem der K2. Mehr als jede fünfte Expedition dort hinauf hatte einen Todesfall zur Folge.

Selbstüberschätzung häufige Todesursache

Obwohl er technisch gesehen nicht der schwierigste Achttausender ist, rangiert auch der Mount Everest relativ weit vorne in der Liste. Außer den klassischen Gefahren des Höhenbergsteigens macht den höchsten Berg der Welt vor allem seine Popularität gefährlich. Beim Versuch, den Everest zu besteigen, kamen in 14 Prozent der Expeditionen Menschen ums Leben, am gegenüberliegenden Lhotse „nur“ knapp 5 Prozent.

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An gewissen Tagen ist die Gipfelregion des Everest so überlaufen, dass sich vor der Schlüsselstelle ein regelrechter Stau bildet. Vor allem weil sich dort auch unerfahrene Kletterer tummeln, sind Fehlentscheidungen, Selbstüberschätzung und übersteigerter Erfolgsdruck häufige Gründe für tödliche Unfälle.

RND/AP/dpa

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