Clans terrorisieren die Insel

Kreta: deutsch-britische Familie angegriffen

Die Idylle trügt.

Die Idylle trügt.

Zwei Männer haben auf Kreta eine deutsch-britische Familie nach einem Verkehrsunfall angegriffen. Bei dem Vorfall am Freitag, der erst am Sonntag bekannt wurde, beschädigten die Angreifer laut einem Medienbericht das Mietfahrzeug der Touristen, schlugen die Urlauber und bedrohten sie mit einem Messer. Die Opfer sagten dem staatlichen griechischen Fernsehen, die Polizei habe die Täter bis Sonntagvormittag nicht festgenommen. Die Familie – dem Bericht zufolge drei Männer und eine Frau – betonte, sie fühle sich unsicher, solange die Täter auf freiem Fuß seien.

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Der Vorfall ereignete sich auf der Nordseite der Insel in der Region Mylopotamos um die Hafenstadt Rethymno. Das Staatsfernsehen berichtete, die beiden jungen Männer seien der Polizei bekannt. Sie hatten demnach schon wiederholt Urlauber attackiert. Das griechische Fernsehen zeigte Fotos und ein Video von dem schwer beschädigten Mietwagen der Touristen.

Erst Verfolgung, dann Konfrontation

Demnach hatten die beiden Männer zunächst – vermutlich versehentlich – das Auto der Urlauber gestreift und waren einfach weitergefahren. Als die Familie die Verfolgung aufnahm, kam es zur Konfrontation. Dabei versuchten die Angreifer mit ihrem Geländefahrzeug, das Auto der Touristen zu rammen, und verfolgten diese durch Straßen der Gegend um die Hafenstadt Rethymno.

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Der Angriff endete demnach, als Einwohner eingriffen – gerade als ein Täter die Touristen mit einem Messer bedrohte. Erst da konnte die Familie mit dem schwer beschädigten Wagen in ihr Hotel flüchten. Die deutsche diplomatische Vertretung auf Kreta habe sich eingeschaltet und erwarte eine Klärung des Zwischenfalls, hieß es weiter.

Die Region Mylopotamos bei Rethymno gilt als gefährliche Gegend. Selbst die Polizei fährt in den Bergen der Region, in der Cannabis angebaut wird, nur schwer bewaffnet. Clans terrorisieren die Region seit Jahrzehnten. Nach dem Vorfall befürchten Hoteliers auf Kreta dem Bericht des Staatsfernsehens zufolge nun Folgen für den Tourismus.

RND/dpa

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