Auf Volksfest in Würzburg verboten

„Layla“-Sänger weist Sexismusvorwürfe zurück: „Da gibt es zehnmal schlimmere Lieder“

DJ Robin & Schürze landeten mit „Layla“ einen Überraschungshit.

DJ Robin & Schürze landeten mit „Layla“ einen Überraschungshit.

„Ich hab‘ ‘nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (...). Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (...)“ – diese Liedzeilen kennen inzwischen nicht mehr nur Mallorca-Touristinnen und -Touristen: Seit Wochen steht der Ballermann-Hit „Layla“ auf Platz eins der deutschen Singlecharts. Kritiker empfinden den Liedtext, in dem es um eine Prostituierte geht, allerdings als sexistisch. Vorwürfe, die der Sänger Schürze alias Michael Müller jetzt deutlich zurückweist.

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„Sexismus? Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Wenn man sich den Text anhört und auch den kompletten Hintergrund, dann weiß man, dass es absolut null um Sexismus geht. Da gibt es zehnmal schlimmere Lieder, die immer noch in jedem Festzelt laufen“, sagte Schürze, der „Layla“ zusammen mit dem Stuttgarter DJ Robin aufnahm, jetzt dem Sender RTL.

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„Layla“-Sänger: „Kann sein, dass da ein bisschen Neid dabei ist“

Was Schürze an der Debatte ebenfalls stört: „Viele meinen, wir singen über eine Prostituierte und das ist ja schon mal komplett falsch, wir singen über die Puffmama, von der mein Bild einfach so ist, dass das ’ne lockere Frau ist. Und über genau die wird gesungen und nicht über Prostitution.“

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Dass sein Lied jetzt auf dem Kiliani-Volksfest in Würzburg verboten wurde, kann Schürze nicht nachvollziehen: „Ich verstehe nicht, was die Stadt Würzburg davon hat, wenn sie uns versucht, den Hahn abzudrehen.“ Er glaubt offenbar, dass nicht nur die aktuelle Sexismusdebatte der Grund sei: „Es kann sein, dass da ein bisschen Neid dabei ist.“

Würzburg will keine sexistischen Lieder auf Volksfesten

Ein Sprecher der Stadt Würzburg sagte, als Veranstalter des Volksfestes habe man den Festzeltbetreiber gebeten, „Layla“ nicht mehr zu spielen. Zuvor hatte ein Medienhaus die Stadt auf den Song aufmerksam gemacht, öffentliche Kritik hatte es bis dato nicht gegeben. Im vergangenen Jahr sei beschlossen worden, grundsätzlich rassistische und sexistische Lieder nicht mehr auf Volksfesten in der Stadt zuzulassen. Dies gilt auch für das umstrittene „Donaulied“ – dessen Text sich um eine Vergewaltigung dreht.

„Layla“ steht derzeit auf Platz eins der deutschen Singlecharts und gilt vor allem bei jungen Leuten als Stimmungshit auf Volksfesten.

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RND/seb/dpa

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