Feuer nicht unter Kontrolle

Waldbrand breitet sich aus: Wind erschwert Löscharbeiten in Lieberoser Heide

Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide in Brandenburg gehen weiter.

Cottbus/Lieberose. Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide in Brandenburg werden durch zunehmenden Wind erschwert. Das Feuer hat sich nach Angaben des Landkreises Dahme-Spree vom Mittwochabend auf inzwischen 86 Hektar ausgeweitet, was etwa der Hälfte der Insel Helgoland entspricht. „Grund ist, neben der anhaltenden Trockenheit, der aufziehende und drehende Wind“, hieß es. „Die Lage entwickelt sich weiterhin stark dynamisch. In der kommenden Nacht wird erwartet, dass der Wind nicht nachlässt“, wird Kreisbrandmeister Christian Liebe zitiert.

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Eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte sei weiterhin der schlechte Zustand der Wege. Deswegen sei es schwer, an die Brandherde heranzufahren. Zudem erschwere die munitionsbelastete Fläche die Arbeiten. Der Brand könne nur von freigegebenen Wegen aus gelöscht werden.

Löschhubschrauber der Bundespolizei unterstützen weiterhin aus der Luft. Dafür wird Wasser aus dem Großen Ziestesee, Teerofensee und Byhlener See entnommen. Dabei wird der Wasserstand der Seen kontrolliert. Einige der Seen seien munitionsbelastet und dürften nicht zu viel Wasser verlieren.

Dauerhafte Schäden für Tiere und Pflanzen befürchtet

Der Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Andreas Meißner, befürchtet durch den Waldbrand in der Lieberose Heide dauerhafte Schäden für schützenswerte Tiere und Pflanzen. „Das, was dort passiert, tut mir in der Seele weh“, sagte der Moor-Experte der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Es gingen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tierarten sowie Jahrhunderte alte Moor-Geschichte verloren. „Das ist ein absolut schmerzlicher Verlust auch für mich persönlich.“

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Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg sichert nach eigenen Angaben vier ehemalige Truppenübungsplätze für den Naturschutz, unter anderem eine 3150 Hektar große Fläche in der Lieberose Heide. Dort brennt es in einem Moor-Gebiet.

RND/dpa

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