Systematischer Rassismus und Frauenfeindlichkeit

Londoner Polizeichef: Hunderte Kollegen hätten gefeuert werden müssen

Nach einem verheerenden Bericht über die Zustände in der Londoner Metropolitan Police hat der neue Chef schwere Versäumnisse der größten britischen Polizeieinheit eingeräumt. Der Bericht war in Auftrag gegeben worden, nachdem die skandalgeplagte Metropolitan Police ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatte: Im März des vergangenen Jahres hatte ein Polizist eine 33 Jahre alte Londonerin entführt, vergewaltigt und ermordet.

Nach einem verheerenden Bericht über die Zustände in der Londoner Metropolitan Police hat der neue Chef schwere Versäumnisse der größten britischen Polizeieinheit eingeräumt. Der Bericht war in Auftrag gegeben worden, nachdem die skandalgeplagte Metropolitan Police ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatte: Im März des vergangenen Jahres hatte ein Polizist eine 33 Jahre alte Londonerin entführt, vergewaltigt und ermordet.

London. Nach einem verheerenden Bericht über die Zustände in der Londoner Metropolitan Police hat der neue Chef schwere Versäumnisse der größten britischen Polizeieinheit eingeräumt. „Es muss Hunderte Leute geben, die nicht mehr hier sein sollten, die rausgeworfen werden müssten“, sagte Mark Rowley am Montag der BBC.

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Die für den unabhängigen Untersuchungsbericht zuständige Louise Casey, die im britischen Oberhaus sitzt, wirft Scotland Yard systematischen Rassismus und Frauenfeindlichkeit vor. „Ermittlungen dauern zu lange, Beschwerden werden eher abgewiesen als bearbeitet, die Risiken für diejenigen, die die Stimme erheben, sind zu groß“, schrieb Casey. Weiße Beamte würden anders behandelt als jene mit Migrationshintergrund.

Dem Bericht zufolge sind weniger als ein Prozent der Polizisten, gegen die Vorwürfe erhoben wurden, aus der Polizeieinheit entlassen worden. Seit 2013 wurden den Daten zufolge fast 9000 Polizisten und Beschäftigte der Metropolitan Police verschiedenster Formen von Fehlverhaltens beschuldigt. Laut BBC gibt es mehr als 600 laufende Ermittlungen innerhalb der Metropolitan Police nach Vorwürfen wegen häuslicher Gewalt oder sexueller Übergriffe.

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Der Bericht war in Auftrag gegeben worden, nachdem die skandalgeplagte Metropolitan Police ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatte: Im März des vergangenen Jahres hatte ein Polizist eine 33 Jahre alte Londonerin entführt, vergewaltigt und ermordet. Andere Polizisten hatten Selfies mit den getöteten Opfern von Gewaltverbrechen gemacht und diese in Whatsapp-Chats geteilt.

Nach dem erzwungenen Rückzug der früheren Londoner Polizeichefin Cressida Dick hat in diesem Jahr Mark Rowley übernommen. Er will einen Kulturwandel einleiten und das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen.

RND/dpa

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