Die Aufnahme Marias in den Himmel

Was feiern katholische Christen an Mariä Himmelfahrt?

Mariä Himmelfahrt ist die Aufnahme von Maria in den Himmel.

Mariä Himmelfahrt ist die Aufnahme von Maria in den Himmel.

Jedes Jahr feiert die katholische Kirche am 15. August Mariä Himmelfahrt. Einige Bundesländer dürfen sich selbst im feiertagsarmen August über einen freien Tag freuen. Denn das katholische Hochfest Mariä Himmelfahrt 2022 wird auch in einigen Teilen Deutschlands gefeiert. Doch was genau ist der Ursprung dieses Feiertages?

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Schon seit dem siebten Jahrhundert ist der 15. August als Mariä Himmelfahrt in der katholischen Kirche ein wichtiger Tag. Im Gebiet des heutigen Deutschlands wurde Mariä Himmelfahrt zum ersten Mal im Jahr 813 gefeiert. Der oströmische Kaiser Mauritius legte das Fest auf den 15. August. 1950 wurde diese Feierlichkeit von Papst Pius XII. zu einem Hochfest ernannt. Hiermit wird die Verehrung der Muttergottes und ihre Aufnahme in den Himmel gefeiert.

Der religiöse Ursprung von Mariä Himmelfahrt

Die Bibel berichtet nicht über eine Himmelfahrt Marias. Allerdings enthält die mittelalterliche religiöse Textsammlung „Legenda aurea“ (goldene Legende) eine Erzählung über die Reise Marias in den Himmel. Dieser zufolge wurde Maria nach ihrem Tod in einem Grab niedergelegt, welches mit einem schweren Stein verschlossen wurde. Daraufhin sei Jesus Christus mit Engeln auf der Erde erschienen und habe sie mit sich in den Himmel genommen. Jünger fanden in ihrem Grab schließlich nur noch Lilien und andere wohlduftende Gewächse vor.

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Mariä Himmelfahrt ist also die Aufnahme von Maria in den Himmel. Die Legende von Mariä Himmelfahrt versinnbildlicht die Erlösung des Menschen. Da Maria frei von Sünde war, kam sie direkt nach ihrem irdischen Leben in den Himmel, im Gegensatz zu den übrigen Gläubigen, die nach dem Tod erst vom Jüngsten Gericht gerichtet werden. Für viele Gläubige bedeutet dies: Wenn Maria, die als Mensch geboren wurde, in den Himmel aufgenommen wurde, so könne dies jedem Menschen widerfahren.

Mariä Himmelfahrt: Was hat es mit der Schreibweise auf sich?

Manch einer mag sich über die Schreibweise des Feiertags wundern – warum Mariä statt Maria? Die Antwort darauf ist jedoch simpel: Es handelt sich schlicht um den Genitiv von Maria, welcher der lateinischen Genitivform Mariae nachempfunden ist. Diese Schreibweise ist allerdings nur noch in Bezug auf die biblische Maria gebräuchlich und gilt ansonsten als veraltet.

Wie wird Mariä Himmelfahrt gefeiert?

Mariä Himmelfahrt wird offiziell als Mariä Aufnahme in den Himmel bezeichnet. Besonders im Süden Deutschlands geht der Tag mit traditionellen Gottesdiensten, dem Pontifikalamt, einher. Diese Messen dürfen nur von einem Priester abgehalten werden, der die Berechtigung zum Tragen der Pontifikalien hat. Pontifikalien sind die Insignien höherer kirchlicher Würdenträger wie Äbten oder Bischöfen.

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In ländlichen Regionen finden an diesem Tag auch Blumen- und Kräuterweihen statt. Bei der Kräuterweihe werden Kräuter zu einem Strauß zusammengebunden. Der sogenannte Würzbüschel wird zur Kirche mitgebracht und dort im Gottesdienst von dem Priester gesegnet. Die geweihten Kräuter sollen Menschen und Nutztiere vor Gefahren wie Krankheit, Gewitter oder Feuer beschützen.

Wo ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag?

Bei Mariä Himmelfahrt handelt es sich nicht um einen bundesweiten Feiertag. Nur in den folgenden Bundesländern gilt der Tag als Feiertag:

  • Saarland
  • Bayern

In allen anderen Bundesländern ist Mariä Himmelfahrt ein regulärer Arbeitstag. Während das komplette Saarland an Mariä Himmelfahrt freihat, verhält es sich in Bayern ein wenig anders. Denn dort können sich nur diejenigen über einen freien Tag freuen, die in einer überwiegend katholischen Gemeinde leben. Leben in einer bayerischen Gemeinde hingegen mehr Protestanten als Katholiken, ist Mariä Himmelfahrt kein Feiertag.

Wo außerhalb Deutschlands ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag?

Auch in Österreich und in einigen Kantonen der Schweiz sowie in Liechtenstein ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag. In vielen weiteren überwiegend katholischen oder orthodoxen Ländern ist der 15. August ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag, etwa Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Polen, Portugal und Spanien.

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RND/vkoe

 

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