Innovatives Architekturprojekt

In Melbourne entsteht der höchste hängende Garten der Welt

In Melbourne soll bis 2028 dieses Hochhaus mit dem größten vertikalen Garten der Welt entstehen.

In Melbourne soll bis 2028 dieses Hochhaus mit dem größten vertikalen Garten der Welt entstehen.

Melbourne. Die Idee lässt einen träumen und zurück in der Zeit reisen: ans Ostufer des Euphrat, in die alte Stadt Babylon. Dort befanden sich einst die Hängenden Gärten der Semiramis, heute bekannt als eines der antiken sieben Weltwunder. Gebaut haben soll sie König Nebukadnezar II. – wohl als Geschenk an seine Frau.

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Gärten, die in schwindelnder Höhe an Gebäuden hängen, dies ist auch heute noch eine Idee, die Menschen fasziniert. In Melbourne, der zweitgrößten Stadt Australiens, soll nun der höchste vertikale Garten der Welt entstehen. Die Grünfläche rankt sich an der Fassade von zwei Türmen nach oben, von denen einer 365 Meter in den Himmel ragen wird, der zweite immerhin 273 Meter. Damit wird das Gebäude das höchste Australiens sein – einen Titel, den bisher der sogenannte Q1 Tower an der Gold Coast mit 322,5 Metern trägt.

Geschickte Architektur: In Melbourne soll bis 2028 dieses Hochhaus mit dem größten vertikalen Garten der Welt entstehen.

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Mehr als 12.500 Quadratmeter Garten in schwindelnder Höhe

Das neue Gebäude – STH BNK by Beulah genannt – soll bis 2028 fertiggestellt werden und wird 2,7 Milliarden Australische Dollar, umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro, kosten. Es wird aber nicht nur das höchste Gebäude Australiens werden, sondern will auch eines der Tophotels des Landes beherbergen. So soll das Four Seasons Melbourne in die obersten Stockwerke des Westturms ziehen. Gäste werden das Hotel mit seinen über 200 Räumen über eine Sky Lobby im 63. Stock betreten können. Geplant sind neben einem Restaurant und einer Bar auf dem Dach auch Gesundheits- und Wellnessangebote und mehrere Veranstaltungsräume.

An den Fassaden sollen verschiedene Gärten entstehen. Weiter oben werden sogar Bäume angepflanzt, während auf den unteren Stockwerken eher Farne und Sträucher sprießen werden. Insgesamt soll der vertikale Garten eine Fläche von mehr als 12.500 Quadratmeter einnehmen. Der ganze Komplex ist ein wenig als Mini-Metropolis angedacht. Neben dem Hotel und den öffentlichen Gärten soll es Privatwohnungen geben, ein Auditorium, Büroflächen, Geschäfte, einen Kindergarten und Bereiche für Wellness, Kunst und Kultur.

So sollen die vertikalen Gärten in Melbourne aussehen.

So sollen die vertikalen Gärten in Melbourne aussehen.

Preisgekröntes Hochhaus in Sydney

Das neue Projekt ist nicht das erste Hochhaus in Australien, das einen vertikalen Garten als Feature mit einplant. Auch in Sydney steht ein Gebäude, das schon für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt hat: Das One Central, entwickelt vom französischen Architekten Jean Nouvel, erhielt kurz nach seiner Fertigstellung gar den Titel des „besten“ Hochhauses der Welt vom Council on Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH) in Chicago verliehen. Das preisgekrönte One Central im zentrumsnahen Stadtteil Chippendale arbeitet mit den Prinzipien Luft, Licht und Sonne. Prämiert wurde es jedoch nicht nur für seine Ästhetik, sondern vor allem für das Ausmaß seiner Nachhaltigkeit: So gibt es eine lokale Wasser-Recycling-Anlage und ein Blockheizkraftwerk. Auch das Zukunftskonzept, die Natur in die Stadt einzubinden, fand besondere Erwähnung.

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Auch der Komplex in Sydney besteht aus zwei Türmen, die über einen Block mit Geschäften und Restaurants verbunden sind. Insgesamt sind 623 Apartments untergebracht. Aus der Ferne hat das One Central zunächst etwas Groteskes. Zumindest scheint es sich den Regeln von Schwerkraft und Statik zu widersetzen. Neben unzähligen Balkonen und einer vertikal begrünten Hochhauswand bricht aus dem höheren Turm eine monumentale Auskragung heraus. Dieser 40 Meter lange Kragarm verleiht der Skyline der Stadt zusammen mit dem darunter befestigten Heliostat ein futuristisches Element.

Holzturm der Superlative entsteht in Sydney

Unweit des One Central entsteht in Sydney derzeit ein weiteres innovatives Projekt – eine Art Holzturm der Superlative: Der „Hybrid-Tower“ aus Holz, Glas und Stahl wird von zwei Start-up-Gründern finanziert, die es mit ihrer Softwareschmiede Atlassian in die Riege der reichsten Männer Australiens schafften. 40 Stockwerke aus Massivholz – 180 Meter hoch – mit einer Fassade aus Glas und Stahl, mit versetzten Gärten in luftiger Höhe ist ihre Vision.

Der neue hölzerne Turm, der das Herzstück eines geplanten Technologiezentrums bildet, wird dem südlichen Ende der Innenstadt Sydneys ein neues Gesicht verleihen. Rund 4000 Mitarbeiter müssen untergebracht werden, auf den unteren Ebenen soll zudem eine Jugendherberge einziehen. Laut Atlassian wird der Büroturm das höchste „kommerzielle Hybridholz“-Gebäude der Welt werden. Mehr als eine Milliarde australische Dollar, umgerechnet rund 670 Millionen Euro, will das IT-Unternehmen investieren.

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