Vor Gefängnis in Stuttgart

Hunderte Menschen demonstrieren für „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg

„Freiheit für Michael Ballweg" steht auf dem Schild eines Teilnehmers einer „Querdenken"-Demonstration für den inhaftierten Gründer Michael Ballweg.

„Freiheit für Michael Ballweg" steht auf dem Schild eines Teilnehmers einer „Querdenken"-Demonstration für den inhaftierten Gründer Michael Ballweg.

Stuttgart. Hunderte Unterstützerinnen und Unterstützer von Michael Ballweg haben am Samstag vor der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim ihre Solidarität mit dem inhaftierten „Querdenken“-Gründer gezeigt. Ein Mitorganisator sagte, 500 bis 700 Menschen seien gekommen. Ein Sprecher der Polizei sprach von einer „nennenswerten Zahl“, ohne konkret zu werden. Angemeldet waren 300 Teilnehmer. Im Internet hatten die Veranstalter - zwei „Querdenker“-Initiativen - unter dem Motto „Free Michael Ballweg“ dazu aufgerufen, nach Stuttgart zu kommen. Erwartet worden waren unter anderem Anreisende aus Berlin.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs und Geldwäsche gegen den 47-jährigen Ballweg. Dieser sitzt seit Mittwoch vergangener Woche wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Nach Angaben aus Justizkreisen besteht der Verdacht des Betruges in Höhe von rund 640.000 Euro, der Geldwäsche in Höhe von rund 430.000 Euro.

Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu der Demonstration in Stuttgart.

Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu der Demonstration in Stuttgart.

Michael Ballweg hat Team von Verteidigern

Ein Team von Verteidigern will unter anderem prüfen, inwiefern die Ermittlungen politisch motiviert sind. Nach Auskunft des Rechtanwalts Alexander Christ, der die Medienarbeit übernommen hat, hat einer der Verteidiger inzwischen eine CD zur Akteneinsicht erhalten. Es fehle aber noch das Passwort, um darauf zugreifen zu können. Dieses werde separat versandt, erläuterte der Jurist. Bisher habe der Kollege nur das Inhaltsverzeichnis sehen können. Das deute auf einen „erstaunlich knappen Umfang“ hin, sagte Christ der Deutschen Presse-Agentur.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die vom Verfassungsschutz beobachtete „Querdenken“-Bewegung hat sich im Zuge der Corona-Pandemie von Stuttgart aus in vielen deutschen Städten formiert. Die Anhänger demonstrieren immer wieder öffentlich gegen die politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken