Spezialfahrzeug stand im Stau

Nach tödlichem Unfall in Berlin: Einsatz war trotz Rettungsgasse verzögert

Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Gedenkfahrt nach dem tödlichem Unfall in Berlin.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Gedenkfahrt nach dem tödlichem Unfall in Berlin.

Berlin. Im Zusammenhang mit dem Tod einer Radfahrerin und einem von Demonstranten behinderten Rettungseinsatz hat der Senat auch auf Verzögerungen trotz Rettungsgassen hingewiesen.

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Nach dem Unfall am 31. Oktober, bei dem die Frau unter einem Lkw eingeklemmt war, sei das Spezialfahrzeug der Feuerwehr in Charlottenburg am Siemensdamm auf die Autobahn gefahren, sagte Innen-Staatssekretär Torsten Akmann (SPD) am Montag im Innenausschuss.

Dort „kam es dann zu ersten Verzögerungen durch einen Verkehrsstau. Durch die Bildung einer Rettungsgasse konnte die Einsatzfahrt in der Folge nur stockend durchgeführt werden“, sagte Akmann. „Die Verkehrsbehinderungen dort wurden durch Straßenblockaden der Klimaaktivisten verursacht.“

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Akmann sagte weiter: „Die Frage, ob das verspätete Eintreffen des Spezialfahrzeugs entscheidungserheblich beziehungsweise ein relevanter Faktor bei dem Rettungseinsatz war, ist ermittlungsrelevant.“ Nun solle man die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit machen lassen und nicht vorschnell urteilen.

Die Klimaschutz-Gruppe „Letzte Generation“ hatte Schuld an dem Tod der Frau zurückgewiesen und argumentiert, die von ihnen erzeugten Staus seien kein Problem, weil die Feuerwehr bei ihren Einsätzen ja die sogenannten Rettungsgassen nutzen könne.

Laut Feuerwehr verloren die Rettungskräfte durch den Stau sieben bis neun Minuten. Allerdings hätte auch das Anheben des Lkw einige Zeit gekostet. Die Feuerwehr und die Notärztin entschieden sich, nicht zu warten, sondern das Opfer schnell zu befreien, um es zu behandeln und ins Krankenhaus zu bringen. Der Lkw wurde vom Bein der Frau herunter gefahren. Die Frau starb einige Tage später.

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Wenige Tage nach dem Unfall mit einem Betonmischer in Berlin ist die lebensgefährlich verletzte Radfahrerin für tot erklärt worden.

Senat und Feuerwehr hatten kürzlich mitgeteilt, dass Einsätze der Feuerwehr seit dem Sommer in 17 Fällen durch Straßenblockaden von Klimaschutz-Demonstranten behindert worden seien. Fast immer ging es um ein verspätetes Eintreffen von Krankenwagen, zum Teil auch bei dringenden Nottransporten.

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RND/dpa

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