Nach Wahlparty in Osnabrück

Mitglieder der Jungen Union beleidigen trans Frau von der SPD

Die Angreifer waren Mitglieder der Jungen Union in Niedersachsen (Symbolbild).

Die Angreifer waren Mitglieder der Jungen Union in Niedersachsen (Symbolbild).

Osnabrück. Wegen der Beleidigung einer trans Frau in Osnabrück im Anschluss an eine Wahlparty am Sonntagabend ermittelt der Staatsschutz. Das sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Mindestens einer der Männer, die die Betroffene belagert und beleidigt haben sollen, sei CDU-Mitglied, erklärte die CDU-Kreisvorsitzende in Osnabrück, Verena Kämmerling.

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Die Gruppe habe aus mehreren angetrunkenen Männern aus dem Umfeld der CDU und Jungen Union bestanden, erklärte Kämmerling. Die Betroffene sei SPD-Mitglied. Der Vorfall geschah am späten Sonntagabend auf dem Heger Tor in der Osnabrücker Altstadt, wo sich das Opfer mit einem Freund aufhielt.

Männer sollen erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen haben

Die trans Frau sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, sie habe die Situation als bedrohlich empfunden. Die betrunkenen Männer hätten die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen. Die Stimmung habe sie als aggressiv empfunden, niemand aus der Gruppe habe widersprochen oder ihr beigestanden. Nachdem sie und ihr Bekannter den Ort verlassen hatten, habe sie in einem nahe gelegenen Veranstaltungssaal einem CDU-Mitglied von dem Vorfall erzählt.

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Aus dem Kreis der Männer sei am Dienstag ein Entschuldigungsschreiben an die Betroffene gesendet worden, hieß es von der CDU Osnabrück. Darin sei auch das Angebot gemacht worden, sich in einem persönlichen Gespräch zu entschuldigen.

CDU will über Konsequenzen beraten

Die CDU habe der SPD eine umfassende Aufklärung des Vorfalls zugesagt. Voraussichtlich Ende der Woche solle mit den betreffenden Männern ein Gespräch geführt werden. Dann werde die Osnabrücker CDU-Parteiführung über Konsequenzen beraten.

Die CDU und die Junge Union in Osnabrück würden sich eindeutig von jeder Art von Diskriminierung, Beleidigungen und Verächtlichmachungen anderer Menschen distanzieren. „Der betroffenen trans Frau der SPD gilt die volle Solidarität der CDU und der JU“, versicherte Kämmerling.

RND/dpa/epd

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