Philadelphia: US-Polizisten schießen auf Jugendliche - 12-Jähriger tot
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Ein Polizist hat in Philadelphia auf einen 12 Jahre alten Jungen geschossen. (Symbolbild)
© Quelle: picture alliance / ASSOCIATED PRESS
Philadelphia. Ein Polizist in Zivil hat im US-Staat Pennsylvania einen Zwölfjährigen mit einem Schuss in den Rücken getötet. Kurz zuvor war eine Kugel auf ein nicht gekennzeichnetes Polizeiauto abgefeuert worden, wie die Polizei in Philadelphia mitteilte. Der Zwölfjährige sei in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sein Tod festgestellt worden sei, hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch. Einer der vier Beamten in dem Fahrzeug wurde von zersplitterndem Glas im Gesicht getroffen.
Die Polizisten gingen im Süden Philadelphias Nachrichten über eine Person mit einer Waffe nach. Sie hätten zwei junge Männer an einer Straßenecke gesehen, von denen einer eine Pistole zu halten schien, hieß es. Als die Beamten das Blaulicht des Autos aktiviert hätten, hätten sie einen Schuss gehört und eine der hinteren Scheiben sei zersplittert.
Schuss auf Polizeiwagen
Benjamin Naish von der Polizei in Philadelphia erklärte, die Kugel sei durch das Fenster eingetreten, von der Beifahrertür abgeprallt und anschließend durch eine Kopfstütze geflogen. Die Polizisten im Einsatz hätten verletzt oder getötet werden können, sagte er.
Die Polizei erklärte, zwei der Polizisten seien ausgestiegen und hätten auf die davonlaufenden Jugendlichen geschossen. Einer der Polizisten sei dem später Getöteten hinterhergerannt, habe zwei Schüsse abgegeben und den Rücken des Jungen getroffen. Die Kugel sei durch die Brust ausgetreten.
Bei dem zweiten Jugendlichen handelte es sich den Angaben zufolge um einen 17-Jährigen. Er sei festgenommen und später wieder entlassen worden, hieß es. Naish erklärte, eine halbautomatische Pistole sei sichergestellt worden. Er sagte, die Polizei könne nicht mit Sicherheit sagen, ob der Zwölfjährige auf das Polizeiauto geschossen oder bei seiner Flucht auf Beamte gezielt habe. Dass die Kugel seinen Rücken getroffen habe, belege nicht, dass er keine Bedrohung dargestellt habe. Die zwei Beamten, die ihre Waffen einsetzten, wurden für die Dauer der Ermittlungen beurlaubt.
RND/AP