Eltern von erschossenem Schwarzen werfen Polizei „Exekution“ vor

Die Eltern eines erschossenen Schwarzen in den USA haben der Polizei vorgeworfen, ihren Sohn „exekutiert“ zu haben (Symbolbild).

Minneapolis. Die Eltern eines erschossenen Schwarzen in den USA haben der Polizei vorgeworfen, ihren Sohn „exekutiert“ zu haben. Als eine Spezialeinheit der Polizei von Minneapolis in seine Wohnung eingedrungen sei, habe er im Halbschlaf instinktiv nach seiner legal erworbenen Waffe gegriffen, um sich zu verteidigen und sei getötet worden, sagten die Eltern Andre Locke und Karen Wells am Freitag.

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Der 22-jährige Amir Locke war bei einer Hausdurchsuchung am Mittwochmorgen von Polizisten erschossen worden. Gesucht wurde ein Verdächtiger in einem Mordfall, laut der Polizei war Locke in dem Durchsuchungsbefehl nicht genannt. Ob er dennoch in irgendeinem Zusammenhang mit dem Mord stehe, sei unklar, sagte Polizeichefin Amelia Huffman.

Der Fall sorgte für einen neuen Aufschrei der Empörung in Minneapolis, wo 2020 auch der Schwarze George Floyd bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen war. Außerdem erinnerte der Fall an den von Breonna Taylor, die bei einer Hausdurchsuchung in ihrer Wohnung in Kentucky versehentlich erschossen worden war.

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Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, verhängte am Freitag (Ortszeit) ein Moratorium gegen Durchsuchungsbefehle der Polizei, mit denen Beamte vor dem Eintritt in ein Privathaus sich nicht bei den Bewohnern ankündigen. Während der Dauer des Verbots werde mit US-Experten zusammengearbeitet, um eine Überarbeitung der Politik der Polizeibehörde von Minneapolis zu prüfen, teilte Frey mit. „Egal, welche Informationen ans Licht kommen, es wird nicht die Tatsache ändern, dass das Leben von Amir Locke abgekürzt wurde“, berichtete er.

RND/AP

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