Schwarzen Jogger erschossen: lebenslange Haft für Angeklagte im Fall Ahmaud Arbery

Dieses Videostandbild zeigt Ahmaud Arbery, wie er am 23. Februar 2020 auf einer Straße außerhalb von Brunswick beim Joggen verfolgt wird.

Brunswick. Fast zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen Ahmaud Arbery im US-Staat Georgia sind die drei weißen Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Für Greg McMichael und dessen Sohn Travis gebe es keine Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis, erklärte das Gericht in Brunswick am Freitag. Für den dritten Angeklagten William „Roddie“ Bryan bestehe hingegen die Option einer Aussetzung der Strafe zur Bewährung. Im November hatte eine Jury das Trio wegen verschiedener Tötungsdelikte für schuldig befunden.

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Greg und Travis McMichaels griffen sich laut der Anklageschrift im Februar 2020 Waffen und verfolgten in einem Pickup-Truck den 25 Jahre alten Arbery, als dieser durch ihr Wohnviertel nahe der Hafenstadt Brunswick joggte. Bryan, der Nachbar der McMichaels, schloss sich der Hatz an und nahm mit seinem Handy auf, wie Travis McMichael das Feuer auf Arbery eröffnete, nachdem sie ihn auf einer unbelebten Straße eingekesselt hatten.

Verteidiger sprachen von Notwehr

Die Verteidiger argumentierten, die Männer hätten den Schwarzen für einen Einbrecher gehalten und ihn festnehmen wollen. Sie hätten in Notwehr gehandelt. Die Staatsanwaltschaft hingegen erklärte, die Angeklagten hätten die Konfrontation mit Arbery überhaupt erst provoziert.

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Der gewaltsame Tod des jungen Schwarzen war zunächst nicht strafrechtlich verfolgt worden und hatte auch in der Öffentlichkeit keine Aufmerksamkeit erregt. Erst als nach mehr als zwei Monaten ein Handy-Video von Bryan online auftauchte, in dem zu sehen war, wie Arbery mit drei Schüssen aus einem Schrotgewehr getötet wurde, übernahm die Staatspolizei Georgias den Fall von der kommunalen Polizei. Die Polizei verhaftete Vater und Sohn am nächsten Tag. Der Nachbar kam zwei Wochen später in Gewahrsam.

RND/AP

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