Nach möglicher Brandstiftung in Berliner Kirche: Grünen-Politikerin Jarasch erschüttert

Schilder an der Gethsemanekirche. Nach dem Brand in einer evangelischen Kirche in Berlin-Prenzlauer Berg zeigt sich Grünen-Politikerin Bettina Jarasch erschüttert.

Berlin. Ein mutmaßlicher Fall von Brandstiftung in einer Berliner Kirche hat Erschütterung ausgelöst. „Wer Feuer in einem Gotteshaus legt, greift die Religionsfreiheit und damit die Werte unseres Grundgesetzes an“, betonte die Grünen-Politikerin Bettina Jarasch am Samstag. In der Paul-Gerhardt-Kirche hatte am Donnerstag der Altar gebrannt. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass ein Zeuge kurz davor einen Mann beim hastigen Verlassen des Gotteshauses gesehen habe, hieß es von der Polizei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Pfarrerin Almut Bellmann sprach von einem „tiefen Schock“. „Ich konnte es erst überhaupt nicht fassen“, sagte Bellmann am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. In der Kirche sehe es wüst aus, überall sei Ruß, auch die Orgel wurde demnach vom Feuer erfasst. „Meine Solidarität gilt dem Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte“, sagte Jarasch, die im rot-grünen Senat Berlins Verkehrssenatorin und Bürgermeisterin ist.

Ermittlungen auch gegen Corona-Gegner

Die Kirche liegt in der Wisbyer Straße in der Nähe der Gethsemanekirche. Die Polizei ermittelt unter anderem mit Blick auf die Szene der Corona-Maßnahmen-Kritiker, weil diese in der Gegend Proteste abhalten. Konkrete Hinweise, dass das Feuer damit zusammenhängt, gibt es aber laut Polizei nicht. „Das ist eine mögliche Richtung“, sagte eine Sprecherin am Samstag und bestätigte damit einen Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Man schaue in alle möglichen Richtungen, betonte die Sprecherin.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bischof Christian Stäblein zeigte sich nach dem Brand betroffen. „Heute sind wir in Trauer und Bestürzung“, sagte Stäblein laut einer Mitteilung bei einer spontanen Andacht am Freitagabend vor der Kirche. „Aber wir werden diesen Ort weiter hüten.“ Nach Angaben der Gemeinde kann die Kirche bis auf Weiteres nicht für Gottesdienste und Veranstaltungen genutzt werden.

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Spiele entdecken