Berühmtester Drogenbaron Spaniens mit 89 gestorben

Der wohl bekannteste Drogenbaron Spaniens ist tot. (Symbolbild)

Madrid. Der bekannteste und mutmaßlich älteste Drogenpate Spaniens ist tot. Manuel Charlín sei im Alter von 89 Jahren in seinem Wohnort Vilanova de Arousa in Galicien im Nordwesten des Landes gestorben, berichteten am Sonntag unter anderem die renommierten Zeitungen „El País“ und „El Mundo“ unter Berufung auf Familienkreise und Behörden. Der Tod von Charlín habe sich bereits am Freitag nach einem Kneipenbesuch ereignet, hieß es. Der „Drogen-Opa“ sei gestürzt und habe dabei einen Herzstillstand erlitten.

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20 Jahre im Gefängnis

Manuel Charlín galt seit Jahrzehnten als Chef des Familienclans „Los Charlínes“. Von Galicien aus soll diese Bande nach den Erkenntnissen der spanischen Behörden heute noch einen der größten Drogenhändlerringe Europas kontrollieren und zahlreiche Länder des Kontinents mit Drogen aus Südamerika beliefern. An Bord von Frachtern wurden den Erkenntnissen zufolge unter anderem immer wieder große Mengen Kokain von Kolumbien nach Galicien gebracht.

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Charlín verbrachte insgesamt rund 20 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Er wurde unter anderem wegen Drogenhandel und Geldwäsche verurteilt. Er wurde auch mehrfacher Morde verdächtigt, diese Beschuldigungen konnten aber nie bewiesen werden. Zuletzt saß er bis 2010 hinter Gittern. Gegen Manuel Charlín und zahlreiche seiner mutmaßlichen Schergen - darunter vier Kinder und zwei Enkelinnen - laufen allerdings aktuell weitere Ermittlungen, die im Falle des Patriarchen nun eingestellt werden sollen.

RND/dpa

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