Erschossener schwarzer Jogger: Verdächtige kommen nicht auf Kaution frei

Dieses Videostandbild zeigt Ahmaud Arbery (l), wie er am 23. Februar 2020 auf einer Straße außerhalb von Brunswick beim Joggen verfolgt und kurz darauf erschossen wird.

Dieses Videostandbild zeigt Ahmaud Arbery (l), wie er am 23. Februar 2020 auf einer Straße außerhalb von Brunswick beim Joggen verfolgt und kurz darauf erschossen wird.

Brunswick. Ein Richter im US-Staat Georgia hat eine Freilassung eines angeklagten Vaters und dessen Sohnes auf Kaution im Prozess um die Tötung des schwarzen Joggers Ahmaud Arbery abgelehnt. Arbery war am 23. Februar beim Joggen erschossen worden, als drei Männer ihn in Autos verfolgten, weil sie ihn angeblich für einen Einbrecher hielten.

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Ein Richter lehnte den Antrag in dem seit Juni laufenden Mordverfahren ab und erklärte, er sei besorgt, dass die weißen Männer das „Gesetz in die eigene Hand genommen“ hätten, als sie Arbery verfolgten und in einem Wohngebiet erschossen. Ein Handyvideo von einem der Verdächtigen war an die Öffentlichkeit durchgesickert und hatte in den ganzen USA für Entsetzen gesorgt. Mit dem Vater-Sohn-Paar, das im Mai verhaftet worden war, ist ein weiterer Mann angeklagt.

Verteidiger bestreiten rassistische Motive

Dem Trio wird vorgeworfen, sich bewaffnet und den 25-jährigen Schwarzen in einem Pick-up Truck verfolgt zu haben, als dieser sich auf seiner Joggingrunde befand. Die Verteidigung vertritt die Ansicht, die Verfolgung sei rechtmäßig gewesen, weil die Tatverdächtigen Anlass gehabt hätten zu glauben, Arbery sei ein Einbrecher. Eine Frage ist, ob bei der Tötung Rassismus eine Rolle spielte.

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Der dritte Angeklagte sagte aus, der 34-jährige Sohn habe sich nach den Schüssen auf Arbery rassistisch geäußert. Im Prozess wurden auch Äußerungen des Mannes im Internet verlesen, in denen dieser sich beleidigend über Asiaten oder Schwarze geäußert haben soll.

Die Verteidiger haben rassistische Motive ihrer Angeklagten kategorisch ausgeschlossen. Vater und Sohn waren erst festgenommen worden, als das Handyvideo von der Tat sich Wochen nach den Schüssen verbreitete und einen öffentlichen Aufschrei verursachte.

RND/AP

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