Jugendliche verabreden sich über Tiktok zur Massenschlägerei in Hannover

Am Samstagabend haben sich Jugendliche zu einer Schlägerei in Hannover verabredet. Auf Tiktok wurde ein Aufruf veröffentlicht, dem etwa 200 Jugendliche folgten.

Bis zu 200 Jugendliche haben sich nach Angaben der Polizei online zu einer Schlägerei in Hannover verabredet. Die Polizei zeigte in der Innenstadt Präsenz. Daraufhin habe sich die Masse der Jugendlichen aufgeteilt. Einige von ihnen seien vor den Beamten weggelaufen, hätten Böller gezündet und in teils aggressiver Stimmung Passanten gestört.

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Vorausgegangen sei ein Aufruf auf der Videoplattform Tiktok, über die sich die Jugendlichen in der Innenstadt Hannovers verabredet hatten. Besorgte Eltern hätten parallel den Notruf gewählt und von einer „Challenge“ berichtet, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Ein 14-Jähriger habe einen Polizisten beleidigt, hieß es weiter. Als der Jugendliche identifiziert werden sollte, befreite er sich aus dem Griff eines der Beamten und wehrte sich. „Daraufhin mobilisierten sich in kürzester Zeit erneut bis zu 200 Jugendliche, die sich am Festnahmeort einfanden und sich gegenüber dem 14-Jährigen solidarisieren“, sagte Jessika Niemetz von der Polizei Hannover gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Die Polizei stockte die Zahl der Einsatzkräfte auf und drängte die Gruppe weg. Wegen der „unübersichtlichen Einsatzlage“ seien davon vereinzelt auch Unbeteiligte betroffen gewesen, hieß es in der Mitteilung.

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Nach rund fünfeinhalb Stunden löste sich die Versammlung, die sich in großen Teilen der Fußgängerzone in der Innenstadt abspielte, endgültig auf. Die meisten Jugendlichen zeigten sich nach Angaben der Polizei kooperativ. Es wurden aber auch zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Der 14-Jährige wurde seinen Eltern übergeben.

Phänomen „Tiktok-Gang“

Online abgesprochene Schlägereien sind kein neues Phänomen. Vergangenes Jahr ist es im Februar in Wien ebenfalls mehrfach zu handfesten Auseinandersetzungen sogenannter „Tiktok-Gangs“ gekommen. Dabei verletzten Jugendliche auch Polizeibeamte.

RND/dpa/vkoe

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