In Marokko in Brunnen gefallen: Rettung von Rayan (5) läuft auf Hochtouren

Anwohner beobachten besorgt, wie der Zivilschutz und die örtlichen Behörden einen Hügel ausheben, um einen fünfjährigen Jungen zu retten, der in der Nähe der Stadt Bab Berred in ein Loch gefallen ist.

Anwohner beobachten besorgt, wie der Zivilschutz und die örtlichen Behörden einen Hügel ausheben, um einen fünfjährigen Jungen zu retten, der in der Nähe der Stadt Bab Berred in ein Loch gefallen ist.

Madrid/Bab Berred. Die letzten Meter, so scheint es, sind die schwersten. Am Donnerstagabend waren die Rettungsteams bis auf 27 Meter Tiefe vorgestoßen, am Freitagmorgen, nach ununterbrochener Nachtarbeit, auf 28 Meter. Das berichtet der Fernsehsender Skynews Arabia. Am Dienstagnachmittag war ein fünfjähriger Junge namens Rayan in einem Dorf im Norden Marokkos in ein trockenes Brunnenloch gefallen. In 32 Meter Tiefe steckt er fest.

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Rettungskräfte graben in drei Meter Abstand einen Parallelschacht. Von dort aus soll Rayan zurück an die Oberfläche gebracht werden. Noch fehlen vier Meter Grabung in die Tiefe und dann drei Meter zur Seite. Das kann klappen. Es gibt Hoffnung für Rayan.

Zivilschutz und örtliche Behörden graben in einem Hügel, um einen fünfjährigen Jungen zu retten, der in der Nähe der Stadt Bab Berred in ein Loch gefallen ist.

Zivilschutz und örtliche Behörden graben in einem Hügel, um einen fünfjährigen Jungen zu retten, der in der Nähe der Stadt Bab Berred in ein Loch gefallen ist.

Erinnerungen an ähnlichen Fall in Spanien

Spanien erinnert sich an die ähnliche Rettungsaktion für den zweieinhalbjährigen Julen im Januar vor drei Jahren in der Mittelmeerprovinz Málaga. Julen wurde nach zwölfeinhalb Tagen fieberhafter Arbeit tot geborgen. Doch für Rayan, auf der anderen Seite des Mittelmeers, stehen die Dinge besser. Es gibt Lebenszeichen von ihm, Bilder des lebenden, wenn auch blutenden Jungen. Unter #SaveRayan sind auf Twitter Dutzende Fotos und Videos vom Unglücksort und vom Jungen zu sehen, deren Herkunft nicht immer zu klären ist. Aber sie machen Hoffnung.

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Im Falle Julens war nicht einmal klar, ob der Junge wirklich in das Bohrloch gefallen war, in dem er gesucht wurde. Das Loch hatte sich über dem herabrutschenden Kind mit Erde verschlossen, er war von oben unauffindbar. Über den Verbleib Rayans gibt es keine Zweifel. Er ist weniger tief gestürzt als damals Julen: 32 Meter tief statt mehr als 70. Umso schneller können die Retter bei ihm sein.

Erster Rettungsversuch scheitert

Hunderte Neugierige schauen zu, wie sich sechs schwere Maschinen im Dorf Irghan, gut 100 Kilometer südöstlich von Tetouan, in die Tiefe vorarbeiten. Ein Sprecher der marokkanischen Regierung erklärte am Donnerstag, dass man zuerst daran gedacht habe, den Brunnen, in den der Junge gestürzt war, zu erweitern, was aber mit zu großen Gefahren für Rayan verbunden gewesen wäre. Der Versuch, einen Retter an einem Seil in die Tiefe hinabzulassen, sei gescheitert. Nun also der Weg über einen Parallelschacht. Auch das hat seine Tücken: Weicher, sandiger Boden wechselt sich mit hartem Fels ab.

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Der Vater des Jungen erzählte, dass er am Dienstag gemeinsam mit seinem Sohn an den Brunnen gegangen sei, weil er dort Reparaturen habe vornehmen wollen. In einem kurzen, unbeobachteten Moment sei Rayan abgestürzt. Alles spricht dafür, dass er am Freitag noch lebte. Auch wenn kein Rettungsmann zu ihm herabklettern konnte, gelangte doch von oben gezuckertes Wasser und eine Sauerstoffmaske zu ihm. Die Retter wollen so bald wie möglich einen lebenden Jungen in die Arme schließen.

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