Mathe-Abiklausur zu früh eingesammelt: Bessere Note wird gewertet

Eine Abiturienten des Spohn-Gymnasiums läuft an einem Schild mit der Aufschrift "Abitur - Bitte Ruhe!" vorbei. (Symbolbild)

Eine Abiturienten des Spohn-Gymnasiums läuft an einem Schild mit der Aufschrift "Abitur - Bitte Ruhe!" vorbei. (Symbolbild)

Hannover. Nach einer zu früh eingesammelten Mathe-Abiklausur an einem Gymnasium in Hannover sollen die Schüler die Klausur nachschreiben können - und am Ende zählt die bessere Note. Das bedeute, entweder die Klausur vom ersten Termin oder die Nachschreibeklausur werde gewertet - je nachdem, wo das bessere Ergebnis erzielt wurde, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Kultusministeriums am Mittwoch.

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Eine Lehrerin hatte die Klausuren versehentlich 20 Minuten zu früh eingesammelt. Die Landesschulbehörde sprach von einem bedauerlichen Fehler. Schule und Lehrerin entschuldigten sich bei den zwölf betroffenen Schülern, die Mathe als viertes Prüfungsfach hatten. Zuvor hatte die „Neue Presse“ berichtet.

„Ein Mammutprojekt“

Die gefundene Lösung erscheine sachgerecht und fair, die Chancengleichheit in Prüfungssituationen werde wiederhergestellt und mit der Zusicherung der besseren Note aus beiden Prüfungen zugleich eine Verschlechterung verhindert, sagte der Ministeriumssprecher. Die Abiturienten und die Schule seien informiert. Wann Ergebnisse vorliegen, sei noch nicht klar - „der Korrekturdurchlauf benötig natürlich Zeit“.

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Fehler bei der Zeitabnahme kämen immer mal wieder vor, sagte der Sprecher. Bei den Abiturprüfungen handele es sich um ein Mammutprojekt - 32 000 Prüflinge an 450 Schulen schreiben demnach insgesamt rund 130 000 Abschlussarbeiten. Bisher liefen die Prüfungen landesweit reibungs- und geräuschlos, dennoch könnten Fehler nie ausgeschlossen werden. Das Abitur unter Corona-Bedingungen ist eine besondere Herausforderung - im Februar hatte der niedersächsische Landesschülerrat für eine Absage der Prüfungen plädiert.

In Hamburg passierte beim schriftlichen Abitur in Biologie Anfang Mai eine schwere Panne, die knapp 3000 Schülerinnen und Schüler betraf. Dabei war nach Schulbehördenangaben eine Grafik fehlerhaft. Die Jugendlichen sollten demnach entscheiden, ob sie das Ergebnis der Klausur unter Zusage einer milderen Bewertung gelten lassen oder die Arbeit komplett wiederholen.

RND/dpa

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