Ecstasy in Champagnerflasche: Betroffene aus Krankenhaus entlassen

Nach einem Restaurantbesuch ist ein Mann Mitte Februar an einer Vergiftung gestorben, weitere Menschen wurden verletzt.

Nach einem Restaurantbesuch ist ein Mann Mitte Februar an einer Vergiftung gestorben, weitere Menschen wurden verletzt.

Weiden. Die Champagnerflasche mit tödlichem Inhalt stammte aus dem Internet – nach dem Tod eines Restaurantbesuchers in Weiden in der Oberpfalz hat die Polizei weitere Details zur Herkunft und zum Inhalt der bestellten Champagnerflasche bekannt gegeben. Demnach wurde die Flasche über eine Online-Plattform gekauft. Sie sei komplett mit der Droge Ecstasy gefüllt gewesen, es habe sich kein Champagner darin befunden. Es gebe keinen Verdacht auf strafbares Handeln von Personen in Weiden, teilte die Polizei am Dienstag mit.

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„Derzeit ist vielmehr anzunehmen, dass die Flasche im guten Glauben an ein Originalprodukt im Internet erworben und anschließend ausgeschenkt wurde“, hieß es. Die Polizei mahnt nun zur Vorsicht beim Konsum von Getränken, deren Herkunft aufgrund eines nicht nachvollziehbaren Vertriebsweges unklar ist. „Insbesondere bei Privatkäufen im Internet wird zur Achtsamkeit geraten.“

52-Jähriger stirbt nach Schluck aus Champagnerflasche

Eine Besuchergruppe hatte sich am vorvergangenen Samstag in dem Restaurant eine Champagnerflasche geteilt. Schon nach den ersten Schlucken brachen die fünf Männer und drei Frauen im Alter zwischen 33 und 52 Jahren zusammen. Rettungskräfte fanden die Betroffenen am Boden liegend vor. Sie wurden in verschiedene Kliniken gebracht. Der 52-Jährige starb wenig später. Die sieben weiteren Personen sind inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden.

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Die in der Flasche enthaltene Flüssigkeit habe eine rötlich-braune Farbe gehabt, die nach kurzer Zeit nachgedunkelt sei, teilte die Polizei nun mit. Der Geruch sei weder champagnerartig, noch chemisch gewesen, sondern vielmehr aromatisch-fruchtig. Die Flüssigkeit habe keine Kohlensäure enthalten und nicht geperlt, hieß es.

Die Ermittlungen von Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt konzentrieren sich den Angaben nach weiter auf die Manipulation und den Vertriebsweg der Flasche.

RND/dpa

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