Bis zu 15 Grad und Sonne: Kommt der Frühling schon im Februar?

Die Temperaturen sollen in der kommenden Woche bis zu 15 Grad erreichen. Da könnte sich das ein oder andere Schneeglöckchen zeigen.

Die Temperaturen sollen in der kommenden Woche bis zu 15 Grad erreichen. Da könnte sich das ein oder andere Schneeglöckchen zeigen.

Ingelheim/Hannover. Viele haben genug vom nasskaltem Wetter der letzten Wochen. Schnee, Regen und Wind gab es zur Genüge, Sonne dagegen nur äußerst selten. In der nächsten Woche könnte sich das ändern. Die Temperaturen sollen in weiten Teilen des Landes ab Dienstag, 8. Februar, in den zweistelligen Bereich klettern. Wie frühlingshaft es wirklich wird, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab.

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Der Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt von Wetterkontor erklärt: „Der wärmste Tag wird höchstwahrscheinlich der Mittwoch sein. Vor allem im Süden und Südwesten von Deutschland können die Temperaturen dann bis zu 15 Grad erreichen.“

Milde Luft kommt vom Atlantik

Am wärmsten werde es voraussichtlich in Höhenlagen zwischen 300 und 500 Metern. Der Grund sei der anhaltende Wind, der die kalte und milde Luft dort gut vermischt. In besonders tiefen oder besonders hohen Lagen könne sich kalte Luft dagegen besser halten. Los geht es mit den milden Temperaturen laut Schmidt schon am Dienstag. „Dann kommt für diese Jahreszeit sehr milde Luft vom Atlantik über den Südwesten herein.“

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Die beste Chance auf Sonne werde es am Dienstag wohl im Süden und Südwesten von Deutschland geben, sagt Schmidt voraus. Am Mittwoch könne es dann bis an die Mainlinie heran aufziehen. „Im Norden bleibt es aber eher dicht mit Wolken.“ Was nach Angaben des Diplom-Meteorologen aber all die Tage bleiben soll, ist ein stetiger Wind.

Kaltfront zieht am Donnerstag auf

Die frühlingshaften Temperaturen werden nur von kurzer Dauer sein. „Am Donnerstag zieht wieder eine Kaltfront auf“, erklärt Schmidt. Sie komme vor allem aus Richtung Norden und Nordosten. Dann könne man in Bergregionen auch schon wieder mit etwas Neuschnee rechnen.

Im Flachland bleibt es allerdings weiterhin über null Grad. „Mit einem Wintereinbruch ist bis Mitte Februar auf jeden Fall nicht zu rechnen“, sagt der Wetterexperte. Der Grund: Die vorherrschende Windrichtung bleibe Südwesten. „Und das ist die mildeste, weil sie vom Atlantik herkommt.“

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Kein Winter in Sicht

Der Diplom-Meteorologe mutmaßt: „Es könnte durchaus sein, dass wir dieses Jahr sogar gar keinen richtigen Winter mehr bekommen.“ Allerdings sei nicht auszuschließen, dass es im März noch einmal kalt werden könnte.

Wer sich nun auf die vorerst milden Temperaturen in der kommenden Woche freut, muss noch etwas durchhalten. Denn am Wochenende bleibt es zunächst kalt und wechselhaft. Am Samstag zieht das Hochdruckgebiet „Holm“ über Deutschland hinweg und bringt einen Mix aus Regen, Graupel, Sonne und Wolken. „Es wird auch relativ windig“, sagt Schmidt.

„Sonntag wird ein ungemütlicher Tag“

„Am Sonntag kommt dann das Tief Roxana herein und bringt den nächsten Schub an Regen und Wind“, sagt Jürgen Schmidt. In Hochlagen könne es auch Orkanböen geben. Der Regen komme von Süden und lasse in Richtung Küste langsam nach. „Sonntag wird ein ungemütlicher Tag, eher was für Zuhause.“

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Das bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD). Laut Marcel Schmid von der Wettervorhersagezentrale wird es vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands Sturm geben. An den Westhängen der Mittelgebirge könne es außerdem zu Dauerregen kommen. Oberhalb von 600 bis 800 Metern seien auch kräftige Schneefälle möglich. „Am Nachmittag sind über dem Norden dann auch noch Graupelgewitter möglich. Bei diesem Wetter will kein Hund vor die Tür“, sagt. Schmid.

Ähnlich ungemütlich sieht es auch noch am Montag aus – bevor sich die Lage dann am Dienstag beruhigt und mildere Temperaturen einziehen.

RND/rao mit dpa

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