Proteste kleiner, als erwartet

Steuer auf Kuhrülpser: Neuseeländische Bauern protestieren

In Neuseeland sollen Kuhrülpser besteuert werden, dagegen gab es nun Proteste von Bauern.

In Neuseeland sollen Kuhrülpser besteuert werden, dagegen gab es nun Proteste von Bauern.

Wellington. Bauern in Neuseeland haben am Donnerstag gegen eine geplante Steuer auf Treibhausgasemissionen von Nutzvieh protestiert. Die Lobbygruppe Groundswell half bei der Organisation von mehr als 50 Protestaktionen in Städten und Gemeinden im ganzen Land. Die Demonstrationen hatten allerdings weniger Teilnehmer als erwartet; an der größten beteiligten sich ein paar Dutzend Fahrzeuge.

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Auf der Demonstration in Wellington sagte Landwirt Dave McCurdy, er sei enttäuscht über die geringe Beteiligung, aber die meisten Bauern arbeiteten hart auf ihren Höfen, weil das Wetter gerade gut sei. Die Bauern seien Umweltschützer, erklärte er. Die vorgeschlagene Steuer berücksichtige nicht die Bäume und Büsche, die er und andere Landwirte gepflanzt hätten und die dazu beitrügen, Kohlenstoff zu binden und Emissionen auszugleichen. Eine Steuer und eine reduzierte Herde werde für viele Landwirte den Ruin bedeuten.

Bekämpfung des Klimawandels

Die Regierung hatte die neue Abgabe in der vergangenen Woche als Teil ihres Plans zur Bekämpfung des Klimawandels vorgeschlagen. Ab 2025 solle eine Steuer auf Flatulenzen und Rülpser von Kühen erhoben werden, kündigte Premierministerin Jacinda Ardern an. Alle Einnahmen sollten den Bauern durch Forschung, Finanzierung neuer Technologien und Steueranreize wieder zugute kommen.

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Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Neuseelands, wo fünf Millionen Menschen, zehn Millionen Rinder und 26 Millionen Schafe leben. Milchprodukte bringen die größten Exporteinnahmen.

RND/AP

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