Bergarbeiter eingeschlossen

Mindestens 40 Tote bei schwerer Explosion in Kohlebergwerk in der Türkei

Das Kohlebergwerk im Distrikt Amasra. (Archivfoto)

Das Kohlebergwerk im Distrikt Amasra. (Archivfoto)

Istanbul. Nach einer Explosion in einer Kohlenmine im Norden der Türkei ist die Zahl der Toten auf 40 gestiegen. Elf weitere Bergleute seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, teilte Innenminister Süleyman Soylu am Samstag mit. 58 Arbeiter hätten es selbst aus der Mine geschafft oder seien unverletzt gerettet worden. Eine Person galt zunächst noch als vermisst.

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Rettungskräfte der türkischen Hilfsorganisation Roter Halbmond und des Katastrophenschutzes versuchten mehr als 15 Stunden nach der Explosion, Verschüttete zu retten, wie auf Bildern des TV-Senders NTV zu sehen war. Rund 150 Menschen seien an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt. Mutmaßlich sei Grubengas in dem 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Ankara gelegenen Bergwerk explodiert, hatte Energieminister Fatih Dönmez gesagt. Die genaue Ursache war aber weiter unklar. Von der Mine stieg am Samstag Rauch auf. Es werde vermutet, dass es weiter brenne, berichtete NTV. Noch am Samstag wollte die Regierung eine Pressekonferenz zu dem Unglück geben.

Mindestens 28 Tote nach Explosion in türkischem Bergwerk

In dem Bergwerk im Norden des Landes sollen noch mehrere Bergarbeiter eingeschlossen sein.

Zuvor hatte Gesundheitsminister Koca von 22 Toten und 17 Verletzten gesprochen, von denen sich acht im kritischen Zustand befänden. Das Bergwerk liegt etwa 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Ankara.

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Explosion ereignete sich gut 300 Meter unter der Erdoberfläche

Nach Angaben des türkischen Innenministers Süleyman Soylu befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 110 Arbeiter in der Mine, davon 49 in einem gefährdeteren tieferen Teil. Die Grubengas-Explosion habe sich etwa 300 Meter unter der Erdoberfläche ereignet, berichteten lokale Medien.

Krankenwagen stehe nach einer Explosion am Eingang des Bergwerks in Amasra in der türkischen Schwarzmeerküstenprovinz Bartin. Mehrere Menschen sind bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk im Norden der Türkei ums Leben gekommen.

Krankenwagen stehe nach einer Explosion am Eingang des Bergwerks in Amasra in der türkischen Schwarzmeerküstenprovinz Bartin. Mehrere Menschen sind bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk im Norden der Türkei ums Leben gekommen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan teilte auf Twitter mit, er werde den Unglücksort am Samstag besuchen, um die Rettungsmaßnahmen zu „koordinieren“. Eine Untersuchung des Vorfalls sei eingeleitet worden. Die größte Oppositionspartei, die sozialdemokratische CHP, teilte mit, die Behörden hätten einen Bericht des Rechnungshofs aus dem Jahr 2019 ignoriert, in dem vor der Gefahr einer Grubengasexplosion in dieser Mine gewarnt worden sei.

In den vergangenen Jahren gab es schwere Minenunfälle in der Türkei, teils wegen mangelhafter Sicherheitsvorschriften. 2014 starben bei einer Explosion in einer Kohlenmine in der Provinz Manisa in der Ägäis-Region insgesamt 301 Menschen.

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RND/dpa/AP

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