50 Ermittelnde vor Ort

Zugunglück in Bayern: Ermittlungen dauern an – Frau noch immer in kritischem Zustand

Die Lok und ein Wagon des verunglückten Zugs stehen an der Unglücksstelle auf dem Gleis.

Die Lok und ein Wagon des verunglückten Zugs stehen an der Unglücksstelle auf dem Gleis.

Garmisch-Partenkirchen. Die Ermittlungen an der Unfallstelle des tödlichen Zugunglücks von Garmisch-Partenkirchen ziehen sich hin. Mit den Instandsetzungsarbeiten konnte auch am Donnerstag zunächst nicht begonnen werden: „Noch immer ist die Unfallstelle nicht freigegeben, weil noch Begutachtungen stattfinden“, sagte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. Die fast 50 Mitarbeiter umfassende Soko „Zug“ arbeite weiter auf Hochtouren. Es müsse abgewartet werden, „bis irgendwann die Experten sagen: Wir haben jetzt alles untersucht“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dem Vernehmen nach könnten die Arbeiten bis nach dem G7-Gipfel Ende Juni dauern. Allerdings macht die Bahn hierzu keine Angaben. „Aktuell finden vor Ort keine Arbeiten der DB statt, die Unfallstelle ist noch nicht vollständig freigegeben“, teilte ein Bahnsprecher mit.

Die Lok und ein Waggon stehen weiter auf den Gleisen. Sie müssten nach der Freigabe von Norden kommend über die Schiene geborgen werden. Dazu müsse aber das Gleis instandgesetzt werden, damit ein Schienenkran zur Unfallstelle gelangen könne. Die Instandsetzung des Gleisabschnittes solle im Laufe der nächsten Tage beginnen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ermittlungen gegen drei Bahnmitarbeiter

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung. Auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) am Donnerstag möchten die Polizei und die Staatsanwaltschaft keine weiteren Details zu den Ermittlungen nennen. Bis zum Abschluss der Ermittlungen bleibe offen, ob die Bahnmitarbeiter tatsächlich Mitschuld trügen, betonte eine Sprecherin der Anklagebehörde. „Es gilt auch hier wie stets in solchen Fällen die Unschuldsvermutung bis zum endgültigen Abschluss der Verfahrens.“

Der Regionalzug von Garmisch-Partenkirchen nach München war am Freitagmittag entgleist. Vier Frauen und ein 13-Jähriger aus der Region starben. Unter den Toten sind zwei Mütter aus der Ukraine, die mit ihren Kindern vor dem Krieg geflüchtet waren. Eine weitere Frau war auch laut Polizei am Donnerstag noch in kritischem Zustand. Am Samstag ist in Garmisch-Partenkirchen ein ökumenischer Trauergottesdienst geplant.

RND/nis mit dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen