Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Kritik vom Fahrgastverband

Viele profitieren gar nicht: Wer beim 9-Euro-Ticket alles vergessen wurde

Ein 9 Euro Ticket des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS) ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen (gestellte Szene).

Berlin. Viele Pendler profitieren laut Fahrgastverband Pro Bahn nicht vom geplanten 9-Euro-Ticket für Busse und Bahnen. „Es gibt ein paar Personengruppen, die vergessen wurden“, sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der Deutschen Presse-Agentur. Darunter seien Beschäftigte, die täglich mit dem ICE zur Arbeit fahren, etwa von Berlin nach Wolfsburg, von Köln nach Montabaur oder von Kiel nach Hamburg. Die größte vergessene Gruppe seien Wochenendpendler, zum Beispiel Studenten. „Es gibt eine große Gerechtigkeitslücke“, sagte Naumann. So hielten in Dörfern zu selten Busse, so dass der Umstieg vom Auto vielfach nicht möglich sei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit dem 9-Euro-Ticket will die Bundesregierung Pendler wegen der hohen Energiepreise entlasten. Für mehr Klimaschutz solle das Schnupperangebot sie außerdem möglichst dazu bringen, dauerhaft auf Busse und Bahnen umzusteigen.

Die Sondertickets sollen im Juni, Juli und August bundesweit Fahrten im Nah- und Regionalverkehr ermöglichen - für je 9 Euro im Monat. In Fernverkehrszügen gilt das Aktionsticket nicht. Bundestag und Bundesrat sollen das Finanzierungsgesetz in dieser Woche beschließen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Streit um Finanzierung: Woran das 9-Euro-Ticket jetzt noch scheitern könnte

Bei der Deutschen Bahn können Verbraucherinnen und Verbraucher das sogenannte 9-Euro-Monatsticket ab dem 23. Mai kaufen.

Nach Naumanns Angaben sind viele Pendlerzüge im Berufsverkehr schon jetzt sehr voll. Der Umstieg lohne sich vor allem für Beschäftigte, die gegen den Strom unterwegs seien. Stark profitieren dürften aus Sicht des Fahrgastverbands Tagesausflügler. Sie müssen sich teils jedoch auf sehr volle Züge einstellen, sagte Naumann. „Es gibt nicht viele Möglichkeiten, zusätzliche Züge zu bestellen.“

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.