Scharfe Kritik

Atomstreit: Merz spricht von „grüner Geiselhaft“

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz.

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz.

Villingen-Schwenningen. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat im Streit um den Weiterbetrieb deutscher Atomkraftwerke vor einer ideologischen Geiselhaft durch die Grünen gewarnt. Angesichts des Gasmangels müssten alle drei verbliebenen deutschen Kernkraftwerke am Netz bleiben, sagte Merz am Samstag auf dem Landesparteitag der Südwest-CDU in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis). Die ganze Welt schaue fassungslos auf die Debatte, die man in diesem Lande führe.

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Mit Blick auf die Beschlüsse des Grünen-Bundesparteitags in Bonn sagte Merz, man sei auf dem Weg, sich „in die Geiselhaft einer grünen Partei zu begeben, die aus rein ideologischen Gründen diesen vernünftigen Weg, den die überwältigende Mehrheit der Menschen in Deutschland für vernünftig hält, blockiert - nur damit der Gründungsmythos dieser Partei unbeschädigt diesen Parteitag überlebt“.

Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP streitet seit Wochen über den Umgang mit der Atomenergie. Die Delegierten des Grünen-Parteitags beschlossen am Freitagabend in Bonn mit klarer Mehrheit, die beiden süddeutschen Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim 2 bis zum 15. April in einer Reserve zu halten und bei Bedarf weiter für die Stromerzeugung zu nutzen. Das dritte noch verbleibende AKW Emsland hingegen soll zum 1. Januar 2023 endgültig abgeschaltet werden.

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RND/dpa

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