Besuch in Saudi-Arabien nach Journalisten-Mord

Biden antwortet Journalistin zu Kashoggi: „Was für eine dumme Frage“

Joe Biden (M), Präsident der USA, kommt auf dem King Abdulaziz International Airport an. Ungeachtet anhaltender Kritik wegen der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien ist Biden zu politischen Gesprächen in die streng konservative Golfmonarchie gereist.

Joe Biden (M), Präsident der USA, kommt auf dem King Abdulaziz International Airport an. Ungeachtet anhaltender Kritik wegen der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien ist Biden zu politischen Gesprächen in die streng konservative Golfmonarchie gereist.

Dschidda. US-Präsident Joe Biden hat auf die Frage einer Journalisten während seines Besuchs in Saudi-Arabien schroff reagiert. „Was für eine dumme Frage“, sagte Biden am Freitag zu einer Reporterin. Die Frau fragte den US-Präsidenten, wie er sich sicher sein könne, dass es nicht noch einmal zu einem Mord wie dem an dem saudischen Regierungskritiker Jamal Khashoggi kommen könne.

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„Wie soll ich mir da sicher sein können?“, sagte Biden weiter. Er könne überhaupt nichts vorhersagen - schon gar nicht für Saudi-Arabien oder einem anderen Teil der Welt.

Auf Friedensmission zwischen Israel und Saudi-Arabien

US-Präsident Joe Biden ist auf seiner Nahostreise am Freitag in Bethlehem mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas zusammengetroffen.

Frühere Reaktion Bidens war noch harscher

Biden hatte bereits im Januar auf die Frage eines Journalisten wenig freundlich reagiert - allerdings waren seine Worte damals noch viel schärfer. Als der Reporter dem Präsidenten am Rande eines öffentlichen Auftritts in Washington eine Frage zuwarf, murmelte Biden - hörbar für alle, da sein Mikrofon noch angeschaltet war: „What a stupid son of a bitch.“

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Im Englischen ist „son of a bitch“ ein Schimpfwort, dessen unschmeichelhafte Palette an Bedeutungen weit reicht: von „Bastard“ oder „Scheißkerl“ bis hin zur sehr wörtlichen und eher ungebräuchlichen Übersetzung „Hurensohn“.

Der in den USA lebende Journalist Khashoggi war 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Killerkommando auf brutale Weise getötet worden. US-Geheimdienste sehen den Kronprinzen - auch bekannt unter seinem Kürzel „MBS“ - in der direkten Verantwortung. Dieser hat bestritten, die Tötung angeordnet zu haben. Biden muss seine Reise und das Treffen mit dem Kronprinzen seit Wochen gegen Kritik verteidigen. Der US-Präsident kam am Freitag aus Israel nach Saudi-Arabien.

RND/dpa

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