Unmut in Moskau

Nach Ausweisung von Diplomaten: Russische Botschaft in Bulgarien kaum arbeitsfähig

Unmut beim russischen Außenminister Sergei Lawarow über die Ausweisung von Diplomaten aus Bulgarien.

Unmut beim russischen Außenminister Sergei Lawarow über die Ausweisung von Diplomaten aus Bulgarien.

Nach der Ausweisung von 70 Diplomaten ist Russlands Botschaft in Bulgarien nach Moskauer Angaben nicht mehr richtig arbeitsfähig. „Jetzt, nach diesem Unfug (…), ist die Botschaft nicht mehr in der Lage, normal zu arbeiten“, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Montag der Agentur Interfax zufolge. Russland werde entsprechend dem Prinzip der Gegenseitigkeit reagieren, kündigte Lawrow an – in der Regel ist damit die Ausweisung derselben Anzahl von Diplomaten des anderen Landes gemeint.

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Moskau musste am Sonntag 70 eigene Diplomaten aus Sofia zurückholen, nachdem diese dort zu „unerwünschten Personen“ erklärt worden waren. Aus Bulgarien, das Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine offen verurteilt, hieß es zur Begründung, dass ein Großteil der russischen Botschaftsvertreter „direkt für fremde Dienste“ gearbeitet habe.

Es handelte sich um die bislang größte Diplomatenausweisung aus dem EU‑ und Nato‑Staat. Moskau droht deshalb damit, seine Botschaft in Sofia komplett zu schließen – ein solcher Schritt wäre innerhalb der Europäischen Union einmalig.

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RND/dpa

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