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Außenministerin in Litauen

„Hier wird die europäische Sicherheit garantiert“: Baerbock dankt Bundeswehrsoldaten für Nato-Einsatz

Außenministerin Annalena Baerbock spricht beim Besuch der Nato-Einsatzgruppe in Litauen mit dem deutschen Oberstleutnant Daniel Andrä.

Vilnius. Außenministerin Annalena Baerbock hat den gut 1000 deutschen Soldatinnen und Soldaten des von Deutschland geführten Nato-Gefechtsverbandes im litauischen Rukla für ihren Einsatz gedankt. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir eben hier multinational vor Ort sind, auch wenn da nicht nur die sprachlichen, sondern auch die technischen Inkompatibilitäten etwas schwierig sind“, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag bei einem Gespräch mit den Bundeswehrsoldaten.

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Sie hoffe, dass man auf Nato-Ebene in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt daran arbeite, dass dies besser funktioniere als in der Vergangenheit.

Baerbock zeigte sich beeindruckt davon, welche logistischen Herausforderungen die Soldaten im Zusammenhang mit der personellen Verstärkung wegen der russischen Aggression gegen die Ukraine hätten bewältigen müssen. „Das klingt dann immer so gut, dass wir einen höheren Anteil leisten. Aber wenn man normalerweise ein paar Wochen dafür Zeit hat und das Ganze dann in fünf Tagen machen muss, dann ist das natürlich noch mal eine ganz besondere Herausforderung“. So habe es auch an Winterjacken gefehlt. „Ich hoffe, auch das ist dann bis zum nächsten Jahr entsprechend gelöst.“

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Baerbock in Vilnius: Verstärkung der NATO-Ostflanke im Baltikum

Außenministerin Annalena Baerbock hat den baltischen Staaten eine stärkere Beteiligung Deutschlands an der Verteidigung der Nato-Ostflanke versprochen.

Baerbock: Brauchen „vor allen Dingen eine solide Ausstattung von Technik“

Baerbock hon zudem den Einsatz der Bundeswehr in dem multinationalen Nato-Gefechtsverband in Litauen als Beitrag für die europäische Sicherheit hervor. „Hier wird nicht nur die Sicherheit des Baltikums garantiert, sondern hier wird die europäische Sicherheit garantiert“, sagte die Grünen-Politikerin. Die Einheit mache deutlich, „dass wir Europäerinnen und Europäer gemeinsam für die Sicherheit unseres Europas einstehen“.

Die europäische Zusammenarbeit in dem Verband brauche „mit Blick auf die Zukunft vor allen Dingen eine solide Ausstattung von Technik“, sagte Baerbock. Wenn Deutschland künftig an der Nordflanke der Nato stärkere Präsenz zeigen solle, „müssen wir auch garantieren, dass die Logistik, dass die Infrastruktur und, vor allen Dingen, dass das Material hierfür zur Verfügung gestellt wird“.

Wenn man das Beistandsversprechen der Nato ernst nehme, „müssen wir gemeinsam dafür einstehen“. Es sei die Verantwortung Deutschlands, „dass wir Sicherheit in jedem Winkel unseres gemeinsamen Europas garantieren können und dazu unseren deutschen Beitrag leisten“.

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Bei ihrem Besuch in Litauen sagte Baerbock dem Land eine langfristige Bundeswehrpräsenz zu. „Als Deutschland werden wir uns an langfristiger Nato-Präsenz in Litauen beteiligen“, versprach die Grünen-Politikerin. Die Bundesrepublik habe eine Führungsrolle und erkannt, dass man mehr tun müsse.

Multinationaler Verband wurde bereits vor Kriegsbeginn verstärkt

Baerbock hatte sich zuvor vom Kommandeur des Bataillons, dem deutschen Oberstleutnant Daniel Andrä, über die Arbeit der Soldaten informieren lassen. Unter anderem ließ sie sich das leichte Flugabwehrsystem Ozelot zeigen, das erst seit wenigen Wochen auf den Standort verlegt wurde. Einen Sanitäts-Radpanzer vom Typ Boxer besichtigte sie von innen.

Der multinationale Verband war vor dem Hintergrund der russischen Aggression gegen die Ukraine schon vor Kriegsbeginn durch zusätzliche Kräfte aus Deutschland, Norwegen und anderen Staaten von rund 1200 auf etwa 1600 Soldatinnen und Soldaten verstärkt worden.

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Mit derzeit gut 1000 Soldatinnen und Soldaten stellt die Bundeswehr das größte Kontingent. Deutschland führt die „Enhanced Forward Presence Battle Group“ (EFP), wie der Verband im Nato-Jargon heißt, seit 2017. An dem Bataillon beteiligen sich auch Soldaten aus Belgien, Frankreich, Island, den Niederlanden, Kroatien, Norwegen und Luxemburg.

RND/dpa

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