Trotz beendeter Militärmanöver

USA: Chinas „Druckkampagne“ gegen Taiwan könnte noch monatelang weitergehen

Das von der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte Foto zeigt eine Mitglied der chinesischen Volksbefreiungsarmee, der während einer Militärübung auf See durch ein Fernglas guckt während im Hintergrund Taiwans Fregatte Lan Yang zu sehen ist. (Archivbild)

Das von der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte Foto zeigt eine Mitglied der chinesischen Volksbefreiungsarmee, der während einer Militärübung auf See durch ein Fernglas guckt während im Hintergrund Taiwans Fregatte Lan Yang zu sehen ist. (Archivbild)

Washington. Die US-Regierung hat China erneut wegen der Reaktion auf den Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, kritisiert.

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„China hat überreagiert“, sagte ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter am Freitag bei einer Telefonschalte mit Journalisten. Die Aktionen seien „provokativ, destabilisierend und beispiellos“ gewesen.

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USA sprechen von „Druckkampagne“ gegen Taiwan

„Das Vorgehen Chinas steht im Widerspruch zu dem Ziel von Frieden und Stabilität“, sagte der Regierungsmitarbeiter. Es sei Teil einer „Druckkampagne“ gegen Taiwan, die noch nicht beendet sei. „Wir erwarten, dass sie sich in den kommenden Wochen und Monaten fortsetzen wird.“ Ziel sei, Taiwan einzuschüchtern und die Widerstandsfähigkeit der demokratischen Inselrepublik zu untergraben.

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Taiwan beginnt Militärmanöver – chinesische Invasion simuliert

Das Manöver sei geplant und keine Reaktion auf die chinesischen Militärmanöver der vergangenen Tage, hieß es. Auch China setzte die Manöver vor Taiwan fort.

Als Reaktion auf den Taiwan-Besuch Pelosis hatte China seit vergangener Woche groß angelegte Militärübungen rund um die Inselrepublik durchgeführt und dabei auch eine mögliche Eroberung geübt. Die chinesische Führung lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab, weil sie die Insel als Teil der Volksrepublik ansieht. Hingegen versteht sich Taiwan längst als unabhängig.

China hat Militärmanöver fortgesetzt

Ursprünglich hatte China einen Abschluss der Manöver um Taiwan am Sonntag in Aussicht gestellt. Die Volksbefreiungsarmee hat die Übungen am Montag jedoch zunächst fortgesetzt. Ungeachtet seiner anfänglichen Ankündigung dauerten die „Kampfübungen“ in der Luft und See der Meerenge der Taiwanstraße an, wie das Staatsfernsehen Anfang der Woche berichtete. Die Volksbefreiungsarmee habe sich dabei auf „gemeinsame Einsätze gegen Unterseeboote und zum Angriff auf See konzentriert“. Erst am Mittwoch hat Peking offiziell das Ende der Übungen erklärt.

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Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Wu Qian, bezeichnete die Manöver am Montag als „notwendige Warnung“ an die USA und Taiwan. Es sei eine „angemessene“ Reaktion auf deren „Provokationen“. Die Spannungen seien „bewusst“ von den USA geschaffen worden, indem die Vorsitzende des amerikanischen Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, gegen den Widerstand aus Peking nach Taipeh gereist sei.

RND/dpa

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