Nach Attacken auf Städte

Experten: Raketenangriffe stellen Kiews Verbündete vor neue Fragen

Nach Raketenangriffen steigt schwarzer Rauch über Kiew auf. 

Mehrere Raketen sind in der Hauptstadt der Ukraine eingeschlagen. Russland hat sie abgefeuert. (zu dpa: «Großstädte in der Ukraine angegriffen») Foto: ---/ukrin/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++

Nach Raketenangriffen steigt schwarzer Rauch über Kiew auf. Mehrere Raketen sind in der Hauptstadt der Ukraine eingeschlagen. Russland hat sie abgefeuert. (zu dpa: «Großstädte in der Ukraine angegriffen») Foto: ---/ukrin/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++

Die Raketenangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte am Montag stellen eine neue Eskalation im monatelangen russischen Angriffskrieg im Nachbarland dar. Doch westliche Experten gehen nicht davon aus, dass sie die derzeitige Dynamik des Krieges grundlegend ändern werden, wohl aber die Verbündeten Kiews auf die Probe stellen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle Entwicklungen im Liveblog +++

Der russische Präsident Wladimir Putin habe damit vor allem die Botschaft senden wollen, dass er noch mehr Pfeile im Köcher habe, sagte der ehemalige britische Botschafter in Kiew, Simon Smith, der Nachrichtenagentur AP. Indem er Raketen auf Wohngebiete hageln lasse, betreibe er „psychologische und körperliche Einschüchterung“. Es sei aber auch eine „Verzweiflungstat“ nach den Verlusten seiner Truppen in den vergangenen Wochen. „Er ist in der Defensive“, sagte Smith, der das Ukraine-Forum im Think Tank Chatham House leitet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Justin Crump von der Sicherheitsberatungsfirma Sibylline sagte der britischen BBC, Russland wolle die ukrainische Luftabwehr an ihre Grenzen bringen. „Das ist etwas, was sie in diesem Konflikt immer wieder versucht haben, aber nie in diesem Ausmaß.“ Als Reaktion könnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videoschalte mit den G7-Staats- und Regierungschefs am Dienstag um mehr Boden-Luft-Raketen bitten. Auch Smith sieht nun neue Fragestellungen für die Verbündeten der Ukraine. Sie müssten überlegen, wie sie die Ukraine gegen solche Attacken unterstützen könnten.

Und sie verlieren weiter an Boden.

Michael Clarke, King's College in London

Michael Clarke, Gastprofessor für Kriegsstudien am King's College in London, glaubt nicht, dass die Ukrainer sich von solchen Raketenangriffen auf monatelang weitgehend ruhige Städte in Furcht versetzen lassen. Mit dem Fund von Massengräbern, Berichten von Kriegsverbrechen und Folter hätten sie schon viel Schlimmeres erfahren. Das Einzige, was die Russen erreichten, sei, die Entschlossenheit der Ukrainer zu stärken, sagte Clarke. „Und sie verlieren weiter an Boden.“

RND/AP

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen