„Strom-Wetterbericht" im Fernsehen

Wie Frankreich seine Bürger im Krisenwinter vor Energieengpässen warnen will

Das Atomkraftwerk in Cattenom (Frankreich), aufgenommen am 01.04.2011. Im Atomland Frankreich stehen so viele Kraftwerke still, dass es im Winter zur Krise kommen könnte. (Symbolbild)

Das Atomkraftwerk in Cattenom (Frankreich), aufgenommen am 01.04.2011. Im Atomland Frankreich stehen so viele Kraftwerke still, dass es im Winter zur Krise kommen könnte. (Symbolbild)

Paris. Frankreich führt für den anstehenden Krisenwinter mit befürchteten Engpässen in der Energieversorgung einen sogenannten Strom-Wetterbericht ein.

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Im Fernsehen soll nach dem gewöhnlichen Wetterbericht und zwischen anderen Sendungen eine Information über die Belastung des Stromnetzes mit grünen, gelben und roten Symbolen folgen. Dies ist Bestandteil des nationalen Energiesparplans, den die Regierung an diesem Donnerstag vorstellt, berichtete die Zeitung „Le Parisien“.

Lindner verteidigt Energie-Entlastungspaket vor internationaler Kritik

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat angesichts der internationalen Kritik das beschlossene Entlastungspaket für Bürger und Unternehmen verteidigt.

Die Hoffnung ist, vier von fünf Menschen in Frankreich auf dem Wege zu erreichen. Mit einer Anpassung des Stromkonsums soll die Bevölkerung Versorgungsunterbrechungen vermeiden helfen.

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Möglicherweise Einschränkungen im Stromkonsum notwendig

Informationen zur voraussichtlichen Belastung der Stromnetze stellt der nationale Netzversorger RTE auch unter dem Motto „écoWatt“ ins Internet. Bei einem grünen Symbol ist der Stromkonsum im Lot, bei Gelb ist das System belastet und bei Rot drohen Versorgungsunterbrechungen, wenn der Verbrauch nicht heruntergefahren wird. Dann sind die Menschen aufgefordert, ihren Verbrauch zwischen 08.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 20.00 Uhr zu senken, etwa indem sie ihre Waschmaschine oder den Backofen zu einem anderen Zeitpunkt einschalten.

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Das Ausschalten des Fernsehers ist allerdings nicht erforderlich. Frankreich solle in diesen Momenten nicht zum Stillstand kommen, sondern den Verbrauch etwas herunterfahren, hieß es.

Frankreichs AKW-Konzern schwächelt

Die befürchteten Versorgungsengpässe im Atomstromland Frankreich hängen damit zusammen, dass der in die Jahre gekommene Kraftwerkspark des nationalen Energiekonzerns EDF schwächelt. Die Hälfte der 56 AKW sind im Moment für Wartungen vom Netz.

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Ob die Ermahnung der Regierung, bis zum Winter möglichst alle Kraftwerke wieder am Laufen zu haben, umgesetzt werden kann, ist offen. Frankreich setzt auf Stromlieferungen aus Deutschland und will dem Nachbarn mit Gas aushelfen. Außerdem ging in Lothringen nahe Saarbrücken in diesen Tagen das vorletzte Kohlekraftwerk Frankreichs befristet wieder in Betrieb.

RND/dpa

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