Ukraine-Botschafter im RND-Videointerview

„Deutschland und Frankreich sollen Vermittlerrolle übernehmen“: Melnyk fordert Neuauflage des Normandie-Formats

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk hat im RND-Interview eine Neuauflage des Normandie-Formats gefordert.

Berlin. Im Krieg Russlands gegen die Ukraine hat der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk Deutschland und Frankreich zur Friedensvermittlung in einer Neuauflage des Normandie-Formats aufgefordert. „Das Normandie-Format wurde nicht abgeschafft – trotzdem hat Putin diesen Krieg vom Zaun gebrochen. Wir gehen davon aus, dass Deutschland und Frankreich in der Lage sind, die Vermittlerrolle weiter zu übernehmen“, sagte Melnyk in einem Videointerview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Melnyk verwies darauf, dass Scholz und Frankreichs Präsident Macron regelmäßig mit Putin telefonierten. „Das heißt, es gibt eine gewisse Vertrauensbasis. Es wäre falsch, wenn man diese Chance nicht nutzte“, erklärte Melnyk. Es gebe Vertrauen gegenüber Deutschland und gegenüber Frankreich in der Ukraine – wahrscheinlich auch in Russland. „Das sind die Voraussetzungen, um diesen barbarischen Krieg, den Russland entfesselt hat, zu stoppen.“

Ukrainischer Botschafter Melnyk: „Deutschland und Frankreich sollen verhandeln“

Über die Lage im Krieg und einen möglichen Friedensschluss gegen die Ukraine spricht RND-Hauptstadtleiterin Eva Quadbeck mit dem Botschafter Andrij Melnyk.

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Melnyk verwies auf die bestehende Einladung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj an Scholz und Macron. „Es wäre eine gute Chance und eine gute Geste wenn die beiden Staats- und Regierungschefs nach Kiew kommen, um die Möglichkeiten auszuloten, diesen Krieg zu beenden“, sagte Melnyk. Es liege in deutscher Hand zu entscheiden, ob man abwarte, wie sich die Lage entwickele oder ob man die Initiative jetzt ergreife „und uns nicht nur mit mehr Waffen unterstützt, sondern parallel Friedensgespräche auf den Weg bringt“.

Gespräche im Normandie-Format gab es erstmals im Juni 2014, im Jahr russischen Annexion der Krim. Sie zielten darauf ab, den Konflikt in der Ostukraine zu befrieden. Mehrere Gespräche unter deutsch-französischer Vermittlung blieben vor dem Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar ergebnislos.

Mit dpa

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