Kommentar

Die Genderirrungen des CDU-Parteichefs: Friedrich Merz’ Äußerungen sind riskant

Friedrich Merz wettert einmal mehr gegen das Gendern. Das ist riskant.

Friedrich Merz wettert einmal mehr gegen das Gendern. Das ist riskant.

Dass CDU-Chef Friedrich Merz wieder gegen das Gendern und die Öffentlich-Rechtlichen wettert, ist gefährlich. In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ nahm er erneut den Begriff Volkserziehungsanstalten in den Mund und nannte gendergerechte Sprache bei den gebührenfinanzierten Sendern belehrend.

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Damit macht Merz weiter Stimmung gegen die Öffentlich-Rechtlichen in Zeiten, in denen sie bereits einen schwierigen Stand haben. Sätze wie die von Merz tuten in das Horn der ÖRR-Gegner. Und sie drohen die Sicht mancher Menschen auf die Öffentlich-Rechtlichen und deren Journalistinnen sowie Journalisten weiter zu verschlechtern. Merz hat zwar Recht, wenn er Reformen bei der Nutzung der Gebühren fordert, das haben die Skandale um RBB-Intendantin Patricia Schlesinger erneut aufgezeigt. Das Gendern aber sollte jedem selbst überlassen sein.

Merz arbeitet mit absurden Überspitzungen

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Merz kontroversen Themen, die an rechtskonservative Debatten etwa in den USA erinnern, annimmt. So warnte er im Juli bereits, dass sogenannte Cancel Culture die größte Gefahr für die Meinungsfreiheit ist. Eine absurde Überspitzung.

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Und kurz danach war bekannt geworden, dass er an einem Event der konservativen und durchaus populistischen Kampagnenagentur „The Republic“ mit umstrittenen Gästen teilnehmen wollte. Die Teilnahme sagte er ab, als die Kritik auch innerhalb der Partei zu groß wurde. Es sind Sätze und Aktionen wie diese, die wohl die konservative Wählerschaft der CDU mobilisieren sollen.

CDU will private Haushalte durch Preisdeckel entlasten

Aufgrund steigender Energiekosten will die engste CDU-Spitze um Parteichef Friedrich Merz die privaten Haushalte entlasten.

Fraglich ist, ob Merz das überhaupt nötig hat. Seine Arbeit als Fraktionschef ist erfolgreich: Die CDU zeigt sich nach außen hin weitgehend geschlossen, er erkennt die Schwachstellen der Ampel und setzt im Parlament zielgenaue Angriffe, wie es ein guter Oppositionsführer machen sollte. Und es gibt in Zeiten von Energiekrise und Inflation genug andere, virulente Themen, die die Menschen umtreiben.

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