Vorwürfe wegen Menschenrechtsverstößen

„Eine total schwierige Vergabe“: Innenministerin Faeser mit Kritik an WM-Gastgeber Katar

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (r.) mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (r.) mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf

Berlin. Wenige Tage vor ihrer geplanten Reise nach Katar hat sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) kritisch über den Gastgeber der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft geäußert. Faeser und ihre Delegation, zu der auch Bernd Neuendorf als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes zählt, werden am kommenden Montag zu einem zweitägigen Besuch in dem Golf-Emirat erwartet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Für uns als Bundesregierung ist das eine total schwierige Vergabe“, sagte die auch für den Sport zuständige Innenministerin dem ARD-Magazin „Monitor“, das an diesem Donnerstagabend (21.45 Uhr) ausgestrahlt wird. „Es gibt Kriterien, an die sich gehalten werden muss, und dann wäre es besser, dass das nicht in solche Staaten vergeben wird“, ergänzte Faeser.

50 Tage vor WM-Start: Wie bereit ist Gastgeber Katar für das Turnier?

Eine Woche lang war RND-Reporter Roman Gerth in Katars Hauptstadt Doha unterwegs - Einblicke in die Vorbereitungen des WM-Gastgebers.

Sie betonte, die Bundesregierung sei überzeugt, dass die Vergabe von sportlichen Großereignissen an Kriterien geknüpft gehöre, „nämlich an die Einhaltung der Menschenrechte, an Nachhaltigkeitsprinzipien“. In Katar wolle sie die Meinung der Zivilgesellschaft hören, ob Fortschritte erzielt worden seien.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Faeser will von ihrer Reise auch abhängig machen, ob sie sich Spiele der vom 20. November bis 18. Dezember dauernden WM anschaut. „Ehrlich gesagt hat man natürlich mehr Lust auf Fußball-Weltmeisterschaft, wenn sie im Sommer stattfindet und zu Abendzeiten“, sagte sie.

Der WM-Gastgeber steht regelmäßig wegen Menschenrechtsverstößen in der Kritik. Der Emir von Katar, Tamim Bin Hamad Al Thani, hatte in dieser Woche beklagt, das Land sehe sich einer beispiellosen Kampagne ausgesetzt, die noch kein Gastgeberland jemals erlebt habe.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen