Er macht da „Urlaub“

Schröder ist offenbar wieder in Moskau

Zwei, die sich offensichtlich gut verstehen: Gerhard Schröder und Wladimir Putin 2018 beim Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft in Moskau.

Zwei, die sich offensichtlich gut verstehen: Gerhard Schröder und Wladimir Putin 2018 beim Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft in Moskau.

Helmut Kohl zog es stets zum Wolfgangsee nach Österreich, Angela Merkel oft nach Südtirol – Gerhard Schröder wiederum verbringt seinen Sommerurlaub in einem Land, das diktatorische Züge trägt und welches einen Krieg gegen einen Nachbarn begonnen hat: Russland.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Zuletzt war er dort im März gewesen, nach eigener Aussage mit dem Ziel, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Frieden zu bewegen. Für die Reise gab es massive Kritik. Doch das ist Schröder gewohnt – und ihm offensichtlich egal.

Ich mache hier ein paar Tage Urlaub. Moskau ist eine schöne Stadt.

Gerhard Schröder gegenüber ntv

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„Ich mache hier ein paar Tage Urlaub. Moskau ist eine schöne Stadt“, so Schröder wortwörtlich zum ntv-Reporter. Auf den Hinweis, dass es nicht weit bis zur Zentrale des russischen Ölkonzerns Rosneft sei, erwiderte Schröder: „Ist das so? Ach ja stimmt, da haben Sie recht.“ Schröder hatte im Mai entschieden, seinen Posten dort aufzugeben und ebenfalls erklärt, auf einen angebotenen Aufsichtsratsposten beim Gaskonzern Gazprom zu verzichten.

Wegen seines Engagements für russische Staatskonzerne steht der ehemalige Bundeskanzler (1998 bis 2005) seit Jahren in der Kritik und gilt als enger Freund des russischen Despoten Wladimir Putin. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs nahm der Druck auf ihn deswegen immer weiter zu. Seinen Draht zu Putin wolle Schröder trotz des russischen Angriffskriegs weiter aufrechterhalten, hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Altkanzler Schröder legt Posten als Aufsichtsratschef bei Rosneft nieder

Schröder habe den Konzern informiert, dass er dem Aufsichtsrat nicht länger angehören könne, so der russische staatliche Ölkonzern am Freitag.

Ende Mai waren einige von Schröders Privilegien als ehemaliger Kanzler gestrichen worden. So hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags die Abwicklung seines Büros beschlossen. Für die dortigen Personalausgaben waren allein im vergangenen Jahr mehr als 400.000 Euro aus der Staatskasse geflossen.

RND/stu

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