Beratungen in Istanbul

Getreideexporte aus der Ukraine: Kiew bestätigt Übereinkunft

Die Ukraine und Russland gehören zu den größten Getreideexporteuren weltweit.

Die Ukraine und Russland gehören zu den größten Getreideexporteuren weltweit.

Kiew. Die Ukraine will die Übereinkunft über den Getreideexport aus ihren blockierten Häfen im Schwarzen Meer nur mit den Vereinten Nationen und der Türkei unterzeichnen. „Die Ukraine unterzeichnet keinerlei Dokumente mit Russland“, sagte am Freitag Präsidentenberater Mychajlo Podoljak dem Kurznachrichtendienst Twitter zufolge.

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Die Ukraine werde ein Abkommen nur mit der Türkei und den Vereinten Nationen unterschreiben. Spiegelbildlich dazu würden die Türkei und die Vereinten Nationen einen Vertrag mit Russland abschließen.

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Podoljak schloss auch eine Beteiligung russischer Schiffe und die Präsenz von Vertretern Moskaus in ukrainischen Häfen kategorisch aus. „Im Falle einer Provokation gibt es eine unverzüglich militärische Antwort“, unterstrich der 50-Jährige. Alle Kontrollen würden im Bedarfsfall in türkischen Gewässern von „gemeinsamen Gruppen“ erledigt. Zur Zusammensetzung dieser Gruppen machte er keine Angaben.

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Im türkischen Istanbul sollte am Freitag der Abschluss einer Vereinbarung zum Getreideexport unter Beteiligung der Ukraine, Russlands, der Türkei und der UNO erfolgen. Es wäre der größte Kompromiss zwischen Moskau und Kiew seit dem Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine Ende Februar. Ukrainischen Angaben zufolge geht es dabei um drei Häfen in der Nähe der Stadt Odessa.

Getreideexport aus Ukraine: Lösung gefunden?

Die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide aus dem Kriegsland Ukraine soll von den Konfliktparteien unter UN-Führung gemeinsam überwacht werden.

Die Ukraine hatte Russland vorgeworfen, die Häfen und damit die Getreideausfuhren mit seiner Kriegsmarine zu blockieren. Hilfsorganisationen befürchteten aufgrund der Situation Hungersnöte vor allem in Ostafrika, aber auch in anderen Teilen der Welt. Die Ukraine gehört zu den fünf größten Getreideexporteuren der Welt.

RND/dpa

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