Kampf um Einzug in die Downing Street

Wahlkampf zwischen Sunak und Truss nimmt „toxische“ Züge an

Liz Truss, britische Außenministerin, und Rishi Sunak, ehemaliger britischer Finanzminister. Im Rennen um die Nachfolge des scheidenden britischen Premiers Johnson nimmt der innerparteiliche Wahlkampf der beiden verbliebenen Kandidaten zunehmend erbitterte Töne an. (Archivbilder)

Liz Truss, britische Außenministerin, und Rishi Sunak, ehemaliger britischer Finanzminister. Im Rennen um die Nachfolge des scheidenden britischen Premiers Johnson nimmt der innerparteiliche Wahlkampf der beiden verbliebenen Kandidaten zunehmend erbitterte Töne an. (Archivbilder)

London. Im Rennen um die Nachfolge des scheidenden britischen Premierministers Boris Johnson nimmt der innerparteiliche Wahlkampf der beiden verbliebenen Kandidaten zunehmend erbitterte Töne an. Außenministerin Liz Truss und Ex-Finanzminister Rishi Sunak, die am Montagabend in der BBC in einem ersten TV-Duell gegeneinander antreten wollten, attackierten sich gegenseitig mit scharfen Worten.

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Die Mitglieder entscheiden

In den kommenden Wochen entscheiden die Mitglieder der konservativen Tory-Partei darüber, wer von beiden im September in die Downing Street einziehen und Johnson als Parteichef und Premier nachfolgen wird.

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Sunak: schärferer Kurs gegenüber China

Sunak will einen schärferen Kurs gegenüber China einschlagen und kündigte im Fall seiner Wahl die Schließung aller chinesischen Konfuzius-Institute an, die Truss als Bildungsministerin teilweise miteröffnet hatte. Zu lange hätten westliche Politiker China „den roten Teppich ausgerollt“, hieß es in einer Mitteilung.

Der Gegenschlag von Truss ließ nicht lange auf sich warten: Sie warf Sunak in einer Mitteilung vor, bislang zu „weich“ gegenüber China gewesen zu sein. Die „China Global Times“ unterstütze außerdem seine Kandidatur als Premierminister.

Sunak und Truss im Rennen um Johnson-Nachfolge

Ex-Finanzminister Rishi Sunak oder Außenministerin Liz Truss. Einer von beiden wird demnächst in der Downing Street Number 10 einziehen.

Kulturministerin und Truss-Unterstützerin Nadine Dorries teilte am Montag auf Twitter einen Bericht der „Daily Mail“, in dem die Luxusgarderobe des Kandidaten Sunak detailliert analysiert wird. Der Reichtum seiner Familie gilt als Angriffspunkt des 42-Jährigen. Truss hingegen trage Ohrringe für 4,50 Pfund, behauptete Dorries.

Medien kommentieren Angriffe der Kandidaten

Das Online-Magazin „Politico“ kommentierte die direkten Attacken der beiden Kandidaten als „verletzend und unerbittlich“. Die offen zur Schau getragene Feindschaft sei ungewöhnlich für einen parteiinternen Wahlkampf. Auch die Zeitung „i“ beschrieb den Kampf als „toxisch“.

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Johnsons Comeback?

Gleichzeitig arbeiten einige Loyalisten des scheidenden Premiers Boris Johnson bereits an dessen Comeback: Eine Petition, die sich dafür einsetzt, die Parteimitglieder über eine mögliche Rückkehr Johnsons abstimmen zu lassen, habe bis zum Samstagabend bereits 10.000 Unterzeichner erreicht, hieß es im „Telegraph“.

RND/dpa

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