Nach Triebwerksschaden

Russischer Kampfjet stürzt in Wohngebiet ab – 15 Tote

Das Wrack des abgestürzten russischen Kampfbombers vom Typ Suchoj Su-34 liegt im Wohngebiet in Jeisk, Russland.

Das Wrack des abgestürzten russischen Kampfbombers vom Typ Suchoj Su-34 liegt im Wohngebiet in Jeisk, Russland.

Jejsk. Nach dem Absturz eines russischen Kampfflugzeugs in einem Wohngebiet in Jejsk im Süden Russlands ist die Zahl der Toten auf 15 gestiegen. Unter ihnen seien auch drei Kinder, teilten die russischen Behörden am Dienstag mit. Am Nachmittag starb demnach ein weiterer Patient im Krankenhaus. Am Montagabend war nach dem Absturz des Kampfjets vom Typ Su-34, der auch im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt wird, von sechs Toten die Rede gewesen. Offenbar war ein Triebwerk der Maschine in Brand geraten. Weitere Tote wurden am Dienstag gefunden. 25 Menschen seien verletzt worden. Mehr als 500 Anwohner wurden evakuiert.

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Besatzungsmitglieder konnten sich retten

Am Montagabend war nach dem Absturz des Kampfjets von sechs Toten die Rede gewesen. Die Leichen hätten Einsatzkräfte des Zivilschutzes nach Beseitigung der Trümmer geborgen, teilte das Gesundheitsministerium in Moskau mit. Acht der Verletzten ging es den Angaben zufolge sehr schlecht. Vier Verletzte seien ins Regionalkrankenhaus von Krasnodar gebracht worden, die anderen würden in Jejsk im Krankenhaus versorgt. Die Verletzten erhielten neben medizinischer auch psychologische Hilfe, teilte Gesundheitsminister Michail Muraschko, der selbst in dem Ort am Asowschen Meer war, in der Nacht mit. Die beiden Besatzungsmitglieder hätten sich mit Fallschirmen gerettet.

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Nach Angaben der Behörden waren mehrere Etagen eines achtstöckigen Gebäudes in Flammen gehüllt. Rund 72 Wohnungen wurden beschädigt. Etwa 100 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Ein zweisitziger Jagdbomber des Typs Su-34 stürzte in Jejsk in einen Wohnblock (Archivbild).

Ein zweisitziger Jagdbomber des Typs Su-34 stürzte in Jejsk in einen Wohnblock (Archivbild).

Videos zeigten die Explosion eines Flugzeugs und gewaltige Flammen. Auch war zu hören, wie offenbar Waffen des Flugzeugs explodierten. Gouverneur Weniamin Kondratjew sagte Stunden nach dem Absturz, die Feuerwehr habe die Flammen unter Kontrolle gebracht, so dass keine weiteren Anwohnerinnen und Anwohner evakuiert werden müssten. Etwa 400 Rettungskräften seien dafür im Einsatz gewesen.

Berater des ukrainischen Außenministers zweifelt russische Angaben an

Die russische Stadt Jejsk liegt am Ufer des Asowschen Meeres gegenüber der Ukraine. Das Ministerium sprach von einem Übungsflug. Die Hafenstadt liegt aber auch so dicht an der Ukraine, dass von dort Luftangriffe gestartet werden könnten. Russland setzt Bomber des Typs Su-34 immer wieder zu Luftangriffen gegen die Ukraine ein.

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Der Kreml erklärte, Präsident Wladimir Putin sei informiert worden und habe zwei Minister sowie den Gouverneur an den Absturzort geschickt. Die Stadt beheimatet einen großen Luftwaffenstützpunkt. Es handelte sich um das zehnte Mal seit dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar, dass ein Absturz einer russischen Maschine bekannt wurde, der nicht auf Kampfhandlungen zurückzuführen war.

Ein Berater des ukrainischen Außenministers zweifelte deshalb die Angaben zu einem Übungsflug an. Auf Twitter schrieb Anton Herashchenko, dass der Jet auf dem Weg in die Ukraine gewesen sei.

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Der Suchoi-Jet sei nicht abgeschossen worden, sondern habe einen Defekt gehabt, sagte ein geretteter Pilot der Boulevardzeitung „Komsomolskaja Prawda“.

Jejsk hat etwa 90.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Der zweimotorige Kampfjet des Typs Su-34 ist mit hoch entwickelten Sensoren und Waffen ausgerüstet, sie ist ein Schlüsselbestandteil der russischen Luftwaffe und war auch in Syrien im Einsatz.

RND/nis mit AP und dpa

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