„Einer der fachlich besten Gesundheitsexperten“

Impfpflicht: Göring-Eckardt stärkt Lauterbach den Rücken

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) spricht bei einer Sitzung des Bundestags (Archivbild).

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) spricht bei einer Sitzung des Bundestags (Archivbild).

Berlin. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) trotz der jüngsten Kritik an seiner Arbeit den Rücken gestärkt. „Karl Lauterbach ist einer der fachlich besten Gesundheitsexperten, die wir haben“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Tatsache, dass es in der Politik auch Rückschläge gibt, sollte nicht dazu führen, dass man sagt: mit ihm nicht mehr. Die nächste Person im Amt würde doch ebenfalls mal Rückschläge erleiden.“

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Göring-Eckardt fügte hinzu: „Was das Ministerium sicher besser machen kann, ist die Kommunikation. Wenn sich Regeln ändern, sollte darüber gut informiert werden. Das gilt aber für alle Verantwortlichen in der Regierung und nicht nur für einen Minister.“ Lauterbach habe zuletzt eingestanden, dass die Rücknahme der Quarantäneregel ein Fehler war, betonte die Grünen-Politikerin. „Das war gut.“

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Mit Blick auf das Scheitern der Corona-Impfpflicht im Bundestag sagte Göring-Eckardt: „Es ist gravierend für die Pandemiebekämpfung im Herbst, für die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die potenziell erkranken und all jene, die dann wieder die Folgen tragen müssen, sollten im Herbst wieder strengere Maßnahmen notwendig werden.“ Neben verlässlichen Regeln wie Maske tragen und Abstand halten bleibe deshalb „eines ganz wichtig: Vertrauen – Vertrauen in eine gute Politik und eine gute Kommunikation. Die Menschen müssen wissen, woran sie sind. Die Hauptaufgabe ist jetzt, dieses Vertrauen wiederherzustellen.“

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Göring-Eckardt warnt Union

Die Grünen-Politikerin hat die Union zugleich davor gewarnt, nach der Corona-Impfpflicht auch das Sondervermögen für die Bundeswehr über 100 Milliarden Euro im Bundestag zu blockieren.

Gesundheitsminister Lauterbach: „Eine klare und bittere Niederlage für die Impfpflicht“

Der Bundesgesundheitsminister hatte sich nach eigenen Angaben „intensiv“ für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht eingesetzt.

„Ich will an die Adresse der Union sagen: Wenn man bei der Ausstattung der Bundeswehr, bei der Cybersicherheit und beim Katastrophenschutz über so viele Jahre so viel selbst versäumt hat, dann sollte man den gemeinsamen Fortschritt nicht blockieren“, betonte sie. „Wer behauptet, eine konstruktive Oppositionsarbeit machen zu wollen, sollte nicht nur ausschließlich nach dem Trennenden suchen, sondern nach möglichen Gemeinsamkeiten. Eine destruktive Oppositionsarbeit hilft der Union nicht, und sie hilft Deutschland nicht.“

Der Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz hatte angekündigt, der Ampelkoalition bei der Abstimmung im Bundestag nur so viele Unionsstimmen zukommen zu lassen, wie zum Erreichen einer Zweidrittelmehrheit erforderlich sind; SPD, Grüne und FDP müssten dann durchweg mit Ja votieren.

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Lesen Sie das ganze Interview mit Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt am Samstag ab 12 Uhr auf RND.de.

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